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Das Stübchen

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Dieses Thema hat 7 Antworten
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mopo Offline




Beiträge: 3.406

30.03.2011 12:51
#1 Eine teilweise lustige aber auch ernste Geschichte... Zitat · antworten

Für alle vor 1975 geborenen....

Genauso war das!

Wenn du nach 1975 geboren wurdest, hat das hier nichts mit dir zu tun.. Verschwinde! Kinder von heute werden in Watte gepackt...
Die anderen: weiterlesen.

Wenn du als Kind in den 50er, 60er oder 70 Jahren lebtest, ist es zurückblickend kaum zu glauben, dass wir so lange überleben konnten!

Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags. Unsere Bettchen waren angemalt in strahlenden Farben voller Blei und Cadmium. Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die Flasche mit Bleichmittel. Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Fingerchen. Auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm. Wir tranken Wasser aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen. Wir bauten Wagen aus Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang hinunter, dass wir die Bremsen vergessen hatten. Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar.

Wir verließen morgens das Haus zum Spielen. Wir blieben den ganzen Tag weg und mussten erst zu Hause sein, wenn die Straßenlaternen angingen. Niemand wusste, wo wir waren und wir hatten nicht mal ein Handy dabei! Wir haben uns geschnitten, brachen Knochen und Zähne und niemand wurde deswegen verklagt. Es waren eben Unfälle. Niemand hatte Schuld außer wir selbst. Keiner fragte nach "Aufsichtspflicht" .

Kannst du dich noch an "Unfälle" erinnern?

Wir kämpften und schlugen einander manchmal bunt und blau. Damit mussten wir leben, denn es interessierte den Erwachsenen nicht. Wir aßen Kekse, Brot mit dick Butter, tranken sehr viel und wurden trotzdem nicht zu dick. Wir tranken mit unseren Freunden aus einer Flasche und niemand starb an den Folgen.

Wir hatten nicht: Playstation, Nintendo 64, X-Box, Videospiele, 64 Fernsehkanäle, Filme auf Video, Surround Sound, eigene Fernseher, Computer, Internet-Chat-Rooms.

Wir hatten Freunde.

Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Straße. Oder wir marschierten einfach zu deren Heim und klingelten. Manchmal brauchten wir gar nicht klingeln und gingen einfach hinein. Ohne Termin und ohne Wissen unserer gegenseitigen Eltern. Keiner brachte uns und keiner holte uns.

Wie war das nur möglich?

Wir dachten uns Spiele aus mit Holzstöcken und Tennisbällen. Beim Straßenfußball durfte nur mitmachen, wer gut war. Wer nicht gut war, musste lernen, mit Enttäuschungen klarzukommen. Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Das führte nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der Leistungsbewertung. Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen. Das war klar und keiner konnte sich verstecken. Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstoßen hat, war klar, dass die Eltern ihn nicht aus dem Schlamassel heraushauen. Im Gegenteil: Sie waren der gleichen Meinung wie die Polizei! So etwas!

Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern und Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht. Wir hatten Freiheit, Misserfolg, Erfolg und Verantwortung. Mit alldem wussten wir umzugehen.

So war das.

Herzlichen Glückwunsch uns allen, dass wir das überlebt haben!

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Ein Snob ist einer, der sich die Petersilie durch Fleurop schicken lässt.

Samira Offline

Moderator
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Beiträge: 18.474
Punkte: 3.243

30.03.2011 14:16
#2 RE: Eine teilweise lustige aber auch ernste Geschichte... Zitat · antworten

Mopo, da haste RechtDie Zeiten haben sich gewaltig geändert....

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Kellerkind Offline

Moderator
Ehrenmitglied


Beiträge: 38.943
Punkte: 1.182

30.03.2011 16:21
#3 RE: Eine teilweise lustige aber auch ernste Geschichte... Zitat · antworten

Auch ich hab das alles überlebt
es wurden beim lesen einige erinnerungen wach
Schade eigendlich das es heute nicht mehr so ist
zumindest zum teil

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Samira Offline

Moderator
Ehrenmitglied


Beiträge: 18.474
Punkte: 3.243

30.03.2011 16:29
#4 RE: Eine teilweise lustige aber auch ernste Geschichte... Zitat · antworten

KK, meinst du etwa aufgeschüfte Knie, die ohne Notarzt wieder verheilt sind?

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Kellerkind Offline

Moderator
Ehrenmitglied


Beiträge: 38.943
Punkte: 1.182

30.03.2011 16:39
#5 RE: Eine teilweise lustige aber auch ernste Geschichte... Zitat · antworten

Zitat von Samira
KK, meinst du etwa aufgeschüfte Knie, die ohne Notarzt wieder verheilt sind?


auch das

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Samira Offline

Moderator
Ehrenmitglied


Beiträge: 18.474
Punkte: 3.243

30.03.2011 16:40
#6 RE: Eine teilweise lustige aber auch ernste Geschichte... Zitat · antworten

Und Freitag Abend wurde Dick und Doof und Rauchende Colts geschaut....

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Trine Offline

Ehrenmitglied


Beiträge: 15.734
Punkte: 570

30.03.2011 16:57
#7 RE: Eine teilweise lustige aber auch ernste Geschichte... Zitat · antworten

Ja, und ich musste mit meiner Schwester zusammen schlafen.

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Nur die Liebe zählt...! Ohne Liebe zählt nichts!

Liebe Grüße von Trine

Capitano Offline

Moderator
Ehrenmitglied


Beiträge: 18.182
Punkte: 12.151

30.03.2011 16:58
#8 RE: Eine teilweise lustige aber auch ernste Geschichte... Zitat · antworten

Mopo, Das könnte ich auch geschrieben haben.
Da habe ich folgende Geschichte zu.

Bei uns im Dorf lag an einer Durchgangsstraße eine alte Kneipe die als Fuhrmannskneipe bei uns im Dorf bekannt war. Die hatten einen Sohn der war ein Jahr älter als ich.
Als damals die ersten Fernseher rauskamen,hatte die Kneipe als erste im Dorf ein Fernseher, das war 1953. Das war für uns eine Sensation mit dem Fernseher und wir drückten uns von draußen an den Scheiben die Nase platt, wenn Nachmittags um 17.oo Uhr das Fernseh angemacht wurde. Dann kamen so Sendungen wie Fury, Lässie usw.

Unter einem Fenster draußen hatte die Kneipe einen Schacht wo die Bierfässer,"wenn sie mit Pferden damals noch angeliefert wurden"reingeworfen wurden. Unten stand dann einer und hielt die Fässer wieder fest wenn sie auf das Lederkissen fielen welches im Schacht auf dem Bodenlag, damit sie nicht weiter rollten.

Das Schacht war sonst mit einem Eisendeckel abgedeckt.Als ich wieder mal an der Scheibe hing um Fernsehen zu schauen, gab auf einmal der Deckel nach und ich lag im Schacht unten auf dem Boden.
Ich hatte mir bei dem Sturz eine Knieblesur in Form von einem 10 Cm langen Riß über das gesamte Knie zugezogen. Das hatten nur zwei meiner Freunde mitbekommen, weil die anderen an einem 3 mtr entfernten Fenster standen. Meine beiden Freunde wußten nicht was sie machen sollten, und ich lag im Schacht und kam nicht mehr auf die Beine.
Plötzlich ging im Bierkeller das Licht an und die Wirtin, "die Mutter von meinem Freund,"sah mich da in dem Bierschacht liegen. Sie holte oben Hilfe und es kamen zwei Männer und trugen mich auf einen einachsige Karre und damit wurde ich zur Drogerie gefahren. Der Drogist war auch gleichzeitig der Rote Kreuzleiter im Dorf. Ich wurde verbunden und dann konnte ich nach Hause humpeln. Das Jod das damals auf die Wunde geschmiert wurde tat schlimmer weh als die Wunde und der ganze Sturz.
Als ich nach Hause kam, sagte mir mein Vater was da passiert wäre, ich habe ihm gesagt das ich beim Fussballspielen in eine Glasscherbe gefallen war. Damit war die Sache abgetan. Mein Vater hat nie erfahren das ich im Bierkeller gelandet war beim Fernsehschauen.
Ein halbes Jahr kurz vor der WM 1954 bekamen wir selber einen Fernseher und ab 17.00 Uhr war immer zu Hause die Bude voll, weil nicht jeder einen Fernseher hatte.

Wäre das heute passiert, wären Rettungswagen, Hubschrauber und Krankenhaus die Folgen gewesen.
Wie ihr seht und lesen könnt lebe ich heute auch noch ohne RTW und Krankenhausaufenthalt.

Übrigens, die Narben habe ich noch heute an meinem Knie.

Es war eine schöne Zeit die nie mehr wiederkommt.

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Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden.

Mark Twain

Lieben Gruß vom Capi.

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