Hallo die Geschichte geht mir nicht aus dem Kopf obwohl ich es seit lange von meiner alten Arbeit kenne, habe alle Erinnerungen und mögliche Gedanken abgerufen. Meine Einstellung werde ich nicht ändern, kann nur jeden raten egal wie alt man ist eine Patientenverfügung zu machen. Die genau formuliert ist Sapphoris nehme ich gedanklich in den Arm ,sie hat es im Moment am schwersten. Zu hören ist manchmal besser. A Bitte seid nicht verletzt über den letzten Satz!!!!
___________________________________ Liebe Grüße, Edward Young: „Verschwendete Zeit ist Dasein. Gebrauchte Zeit ist Leben.“
Warum sollte ich etwas übel nehmen. Ich bin ebenso ein Verfechter von Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung. Das sollte JEDER aufsetzen und unterschreiben, nicht nur ältere bzw. pflegebedürftige Menschen. Wie oft kann auf dem Weg zur Arbeit was passieren.
Einen Haken hat die Sache allerdings: Das Rettungsteam, welches in einem Notfall gerufen wird, interessiert diese Verfügung leider oftmals nicht. Ich habe von einem Helfer schon einmal wörtlich gehört, als ich ihm so eine Verfügung unter die Nase hielt: "So etwas lesen wir uns gar nicht erst durch, da düften wir ja nicht einmal eine Infusion legen."
So ein Mensch gehört nicht in einen Beruf, wo es um Menschenwürde geht.
(Und wenn jemend bereits an der Beatmung hängt, bringt auch keine Patientenverfügung einen Arzt dazu, die Maschine einfach abzuschalten.)
Wir haben in unserem Bekanntenkreis auch ein Kind, das durch einen Ertrinkungsunfall im Wachkoma liegt. (Ich hatte schon mal an anderer Stelle darauf aufmerksam gemacht) Aber der Kleine macht immer wieder Fortschritte. Die Mutti hätte damals bestimmt nicht gewollt, dass er nicht ins Leben zurückgeholt worden wäre. Die Großeltern, wo der Unfall passierte, erst recht nicht. Und wenn man so sieht, wie er sich inzwischen entwickelt hat, dann war die Wiederbelebung wohl doch sinnvoll... oder etwa nicht???
Als Laie weiß man da eh' nicht so richtig, was man denken und wie man handeln sollte. Wiederbelebung Ja oder Nein? Ich wüßte jetzt auch nicht so genau, wie ich mich entscheiden würde, wenn ein mir naher Angehöriger einen schweren Unfall hätte... ich weiß es wirklich nicht. Natürlich wüßte ich schon, wie ich mich verhalten würde, wenn eine Patientenverfügung vorliegt. Dann würde ich natürlich darauf drängen, dass man diese respektiert und auch dananch handelt.
Betty, ich glaube hier geht es nicht um die grundsätzliche Frage der Wiederbelebung. Mein Kleiner Bruder lag als 14 Jähriger über sechs Wochen im Koma und musste alles aber wirklich alles wieder neu lernen. Heute ist er zwar leicht behindert, aber er lebt glücklich.
Hier war der Ansatz, ob man einen wirklich alten Menschen, einen Menschen der schon im Heim lebt, wirklich noch mal jede Möglichkeit geben muss. Ich meine ich bin froh, dass ich keine solche Entscheidung treffen muss, aber bei dem tod meiner Mutter habe ich auch erleben müssen, dass sie noch sechs Wochen vegetiert hat, bevor sie sterben konnte. Sie war halt körperlich fit, aber nach fünf Schlaganfällen war das Gehirn einfach nicht mehr in Ordnung.
Wusstest du dass es im deutschen Recht keine Definition für Tod gibt? - ich denke das ist ein Problem....
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Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben zu geben.
Doch, den Ansatz hatte ich schon verstanden. Hatte mich ja weiter oben auch dazu geäußert. Doch weil Sapphoris das durch Ertrinkungsunfall im Wachkoma liegende Kind erwähnte, fiel mir der kleine Benni wieder ein...
es ist immer traurig wenn ein Mensch stirbt, aber für ihn ist es besser so, möge er in Ruhe schlafen........
********************************************** Wo kämen wir hin, wenn jeder fragte "wo kämen wir hin" und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?