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Das Stübchen

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Dieses Thema hat 13 Antworten
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Seiten 1 | 2
gandalf Offline

Ehrenmitglied


Beiträge: 44.011

03.09.2009 23:34
#1 Kommunikation Zitat · antworten

Kommunikation in der Geschichte

Seit wir uns vom Affen zum Menschen entwickelt haben, kommunizieren wir auf eine abstrakte Weise. Zwar gibt es auch im Tierreich Formen der Kommunikation, aber im Gegensatz zu der menschlichen Kommunikation erscheint eine Übertragung von Informationen im Tierreich immer ziemlich direkt und deutlich zu sein. Die Markierungen eines Reviers, oder das Balzverhalten im Allgemeinen, sind zielgerichtet auf den Moment der Paarung oder dem eigenen Überleben durch Futter ausgerichtet.

Seit es Menschen mit einem Bewusstsein gibt, hat sich die Art und Weise der Informationsübermittlung verändert. Bei den meisten Themen, die wir Menschen austauschen geht es darum, eine Erfahrung, ein Wissen an Andere weiterzugeben. Natürlich haben auch die oben genannten Themen eine Relevanz, aber sehr oft geht es bei menschlicher Kommunikation auch um Sachverhalte, die weit über die Grundbedürfnisse hinausgehen. Die Gespräche, Bücher, Bilder beschreiben vielmehr Gefühle und/oder Strategien. Dabei soll es unerheblich sein, ob diese Partner noch leben oder ob sie schon der Vergangenheit angehören. Die Gründe für diesen Wunsch sich mitzuteilen oder eben zuzuhören sind so mannigfaltig wie der Mensch selbst. Jeder hat andere Themen, von denen er oder Sie glaubt, dass sie es wert sind aufgehoben oder mitgeteilt werden sollen. In diesem kleinen Ausflug in die Geschichte der Kommunikation soll es nicht um die sachlichen Themen gehen. Etwas anderes soll hier betrachtet werden.

Hier wollen wir zum Einen auf die Merkmale von Kommunikation eingehen. Genau wie in der Musik gibt es in der Kommunikation die unterschiedlichsten Tonlagen und Instrumente um den Partner zu erreichen und damit auch zu beeinflussen. Die Auswirkungen unserer Aussagen, also den Inhalte wollen wir beschreiben und so eine gewisse Sensibilität für die eigenen Worte ermöglichen.
Eine andere Quelle der Kommunikation ist der Wunsch auch weit entfernten Mitmenschen mitzuteilen, wie es einem geht, oder eben wichtige Informationen über einen Sachverhalt zu übermitteln. Neben den Inhalten der Kommunikation haben sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten auch die Reichweiten unserer eigenen Gedanken drastisch erweitert. Zu Zeiten von Goethe war eine Reisebericht von einer Reise nach Italien ein ganz besonderer Leckerbissen. Die Erlebnisse des Herrn Geheimrat fesselten auf eine ganz besondere Weise. Eine Depesche von der russischen Front erreicht den Feldherrn Napoléon erst nach Tagen. Die Reaktion auf die Ereignisse an diesem Abschnitt konnte also immer nur mittelfristig erfolgen. Doch je weiter die Entwicklung der modernen Kommunikation ging, desto geringer wurden die Zeiten, die eine Information auf dem Weg ist. Heute ist es möglich direkt und zeitgleich mit den Kollegen auf der anderen Seite des Globus zu sprechen und ihn auch zu sehen. Die verschiedenen Werkzeuge für diesen weltweiten Austausch von Kulturen soll auch ein Bestandteil dieses Textes sein.

Doch anfangen wollen wir mit einem Aspekt der in dem Thema „Kommunikation“, der üblicher Weise nicht Bestandteil von Kommunikationsanalysen ist. Es ist der zeitliche Aspekt von Gesprächen oder anders ausgedrückt der zeitliche Aspekt der Informationsweitergabe.



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Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben zu geben.

gandalf Offline

Ehrenmitglied


Beiträge: 44.011

03.09.2009 23:35
#2 RE: Kommunikation Zitat · antworten

Interessiert euch so was ???



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Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben zu geben.

Tonga Offline




Beiträge: 94

07.09.2009 21:18
#3 RE: Kommunikation Zitat · antworten

Mich interessiert das schon, Gandalf. Es ist jedoch ein sehr schweres Thema. Ein Thema, das alle Lebensbereiche berührt.

Ich erzähle jetzt mal etwas. Passt nicht unbedingt, aber es hat mit Kommunikation zu tun. Allerdings im zwischenmenschlichen Bereich.

Ich hatte einen Kollegen, der vor mehr als 10 Jahren in den vorgezogenen Ruhestand ging. Wir hatten alle ein prima Verhältnis zu ihm und feierten viele Feste zusammen. Er war viele Jahre unser Vertrauensmann. Hat die Mannschaft auch richtig zusammengehalten. Nahm auch den Chefs gegenüber kein Blatt vor den Mund, wenn es um unsere Belange ging. All die Jahre blieb unser Kontakt bestehen und es gab immer eine Kommunikation zwischen uns und ihm.

Er kam auch regelmäßig vorbei. Er erzählte von seinen vielfältigen Aktivitäten und wir erzählten von unseren. Er wurde dann Opa und teilte seine Freude mit uns.

Dann kamm eine Zeitverzögerung. Etwa ein halbes Funkstille. Keiner fragte, warum D. schon so lange nicht mehr da war. Vor ungefähr zwei Wochen sagte ich dann, ob wir denn nicht mal anrufen sollten. Wäre doch komisch, dass D. nichts von sich hören lässt und auch nicht mehr vorbeikäme. Das wollte aber keiner. D. wird sich schon melden, wie immer. Aber ein halbes Jahr keine Kommunikation? Am Freitag sprach ich mit einem Kollegen, der im gleichen Ort wohnt wie D.

D. ist mit 66 Jahren vor drei Wochen gestorben.

Unsere Pflicht wäre es gewesen, die Kommunikation zu diesem wertvollen Menschen aufrecht zu erhalten. Ich bin beschämt über diese Gleichgültigkeit, die wir alle an den Tag legten. Wir haben Leid und Freude mit D. geteilt, aber bei seinem letzten Gang war keiner von uns dabei.

Wie gesagt, passt das nicht unbedingt zu Deinem Thema, Gandalf. Aber der Mensch als höchstentwickeltes Lebewesen sollte sich um andere Menschen kümmern, nachfragen und helfen, wenn es nötig ist. Die Evolution brachte dem Menschen die Sprache. Wir sprechen alle nicht genug miteinander. Wohl mehr übereinander.

Tonga

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gandalf Offline

Ehrenmitglied


Beiträge: 44.011

07.09.2009 21:26
#4 RE: Kommunikation Zitat · antworten

Du hast eindeutig recht...das ist ein enorm komplexes Thema. Aber ich würde nicht sagen, dass deine Geschichte da nicht zu gehört. ich arbeite inzwischen schon seit einem Jahrzehnt immer mal wieder an verschiedenen Texten zu dem Thema. Auf der einen Seite versuche ich die Technologie zu erklären, aber eben auch welche Auswirkungen die Veränderungen auf uns haben. Deine Geschichte ist eine der Veränderungen. Man erwartet, dass der andere sich meldet. - Es ist ja alles so einfach. Doch das ist es eben nicht immer...

ich denke ich werd mal drüber nachdenken, was du geschrieben hast und danach entscheiden, wie ich hier weiter mache.



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schoni Offline




Beiträge: 12.214
Punkte: 70

07.09.2009 21:27
#5 RE: Kommunikation Zitat · antworten

da hast du vollkommen recht tonga, man sollte mal drüber nach denken, ws du hier geschrieben hast!!

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Das Geheimnis des Glücks liegt nicht im Besitz, sondern im Geben. Wer andere glücklich macht, wird glücklich

gandalf Offline

Ehrenmitglied


Beiträge: 44.011

08.09.2009 11:45
#6 RE: Kommunikation Zitat · antworten

Veränderung der Kommunikation

Wenn ich mich jetzt ein wenig zurück lehne und über das vorhergeschriebene nachdenke, dann komme ich sehr schnell zu dem Schluss, dass der Ausbau des Werkzeugkastens der Kommunikation auch dazu geführt hat, dass ich vollkommen andere Wege der Informationsübermittlung einsetzen sollte um die beabsichtigte Wirkung zu erzielen. Es ist nicht sinnvoll mit einer Zange einen Nagel in die Wand zu treiben, obwohl es geht. Genauso sollte man sich heute das richtige Werkzeug aus dem Kasten der Kommunikation wählen. Alleine dieser Aspekt ist neu in unserer modernen Welt. Ich will mit diesen Sätzen eigentlich nur deutlich machen, dass die Novitäten in der Welt der Nachrichten nicht nur unsere Möglichkeiten der Kommunikation erweitert haben, sondern wohl auch unser gesamtes Verhalten verändern.

Weiter oben hatte ich schon die Frage gestellt, ob ich mit den erweiterten Möglichkeiten auch wirklich mehr zu sagen habe. Ich wage es zu bezweifeln, allein ich habe jetzt vollkommen andere Möglichkeiten meine An- und Einsichten zu verbreiten. Als ich diesen Text begonnen hatte, waren wir Kommunikationstechniker eine kleine elitäre Clique. Jeder hatte sein Spezialgebiet und auf Partys waren wir sehr schnell unter uns. Allein unser Umgang mit den Abkürzungen und das dauernde Thema der technischen Aspekte von Informationsaustausch hat einen natürlichen Graben zwischen uns und dem Rest der Menschheit geschaffen. Inzwischen sind nur zehn Jahre vergangen und die Technik ist in den Hintergrund getreten. Heute ist es auch für den interessierten Laien möglich Webseiten zu erstellen, Bilder via E-Mail um die ganze Welt zu schicken und dass ein Fax auf dem Computer weiterverarbeitet werden kann ist heute eine Selbstverständlichkeit. Der Umgang mit den Werkzeugen erscheint heute selbstverständlich.

Und doch hat dieser vollkommen andere Umgang mit Informationen und deren Aus-tausch gravierende Auswirkungen auf die Inhalte. Da ist zum Einen die Geschwindigkeit, mit der heute Nachrichten ausgetauscht werden können. Es ist für uns voll-kommen normal, dass wir in den Abendnachrichten hören und sehen, wie es auf der anderen Seite der Welt aussieht. Wenn wir Verwandte oder Bekannte in diesem für uns entlegenen Teil der Welt haben, ist es genauso normal, dass wir uns die Informationen aus erster Hand via Telefon oder Internet bestätigen lassen. Wir sind heute in der Lage in jeder Lebenslage unser Zuhause zu kontrollieren oder vom Strand aus, die „wichtigen“ Nachrichten zu erfassen. Der selbstverständliche Umgang mit den Werkzeugen hat unsere Welt enger zusammen geführt. Nicht nur aus diesem Grund nennt man das Internet auch das „Globale Dorf“ Es ist schon so, dass heute jeder soweit weg erscheint, wie der Nachbar zwei Häuser weiter. Doch ich persönlich glaube, dass dieser Gedanke, so verlockend er auch sein mag, einen Trugschluss unterliegt. Natürlich habe ich die Möglichkeit jeden in Echtzeit zu erreichen, aber ich glaube eben nicht daran, dass ich jeden wie meinen Nachbarn auch weltweit kennen lernen kann. Ich will an einem Beispiel deutlich machen wie ich das meine. Ich habe einen Pastor, der von Hamburg aus nach Wladiwostok gezogen ist um dort die Hamburger Gemeinde aufzubauen. Einmal im Jahr bekomme ich einen Bericht seiner Bemühungen dieser Bericht ist ein herkömmlicher Brief. Über viele Seiten wird uns Zurückgelassenen erzählt wie sich aus dem Marinemuseum langsam wieder eine Kirche mausert, oder wie die Menschen am Ende der Welt ihr Dasein fristen. Einmal war ich so beeindruckt von den Schilderungen, dass ich spontan das Telefon nahm und angerufen habe. Ich erreichte meinen Pastor beim Abendessen, während ich gerade meinen Kaffee nach dem Frühstück zu mir nahm.

Das ist es was ich meinte. Die Welt mag schneller miteinander reden können, doch sie dreht sich noch in dem gleichen Tempo wie vor Millionen von Jahren. Und auch die Menschen auf ihr haben ihr ureigenes Tempo beibehalten. Die Geschwindigkeit der Informationsübermittlung darf nicht in der Gestalt falsch verstanden werden, dass die Informationserzeuger oder Empfänger auch schneller werden. Noch deutlicher wird es wenn man sich den Austausch im Chat betrachtet. Hier treffen sich reale Menschen in einer virtuellen Kneipe, doch jeder hat einen realen Hintergrund. Wenn ich mich also hier mit jemandem unterhalte, habe ich keine Vorstellung von seinem persönlich individuellen Hintergrund. Die hat auf der einen Seite seinen Reiz aber es hat eben auch unsere Kommunikation verändert. Ich habe nur einen Bruchteil der Person vor mir, mit der ich mich unterhalte. Zum einen habe ich meist kein Bild und zum anderen sind die Umgebungen aus denen heraus ich agiere vollkommen unterschiedlich und haben im ersten Ansatz nichts gemein.

Eine andere gravierende Veränderung durch die neuen Medien ist, die Teilhabe an Informationsverteilung. Vor sechzig Jahren hat es ein Mann geschafft mit gezielter Propaganda eine ganze Zivilisation in einen mörderischen Krieg zu stürzen. Hitlers Schergen hatten es geschickt verstanden, die gerade im Entstehen begriffenen Massenmedien derart einzusetzen, dass ein ganz bestimmtes Bild der Wirklichkeit verbreitet wurde. Heute ist jeder in der Lage seine Sicht der Dinge weltweit zu verteilen. Auch hier möchte ich ein Beispiel aus einem Krieg anführen. Während des Jugoslawien Krieges wurden die Bilder des Massenmordes an den Muslimen im Kosovo zuerst über das Internet verbreitet und auch die dramatischen Verhältnisse in China werden immer wieder über das Netz einer weltweiten Öffentlichkeit zur Kenntnis gebracht. Das Netz hat die Welt verändert.

Dieses ist der politische Einfluss den das Netz nehmen kann, aber auch im Privaten hat das Netz und die Möglichkeiten der Kommunikationen neue Strukturen der In-formationsflüsse geschaffen. Unter dem Begriff „WEB 2“ werden derzeit eine Vielzahl von Plattformen geschaffen, die es jedem erlauben Filme, Fotos und Geschriebenes weltweit zu publizieren. Diese neue Freiheit hat zwei vordergründige Aspekte. Auf der einen Seite kann eben jeder seine Sicht der Dinge vermitteln aber auf der anderen Seite ist damit auch nicht unbedingt die Integrität der Information selbst gewährleistet. Eines der für mich schönsten Beispielen ist die sogenannte „Bielefeld Verschwörung“ Dieses Projekt eines gelangweilten Studenten hat zum Ziel zu beweisen, dass es den Ort Bielefeld eigentlich gar nicht gibt, sondern dass Bielefeld eigentlich nur das Synonyn des großen „Weltenherrschers“ sei. Alle Hinweise auf Bielefeld seien es Autobahnabfahrten oder Stadtpläne seinen nur zu dem einen Zweck geschaffen worden um die Weltöffentlichkeit von den eigentlichen Zwecken dieser Verschwörung gegen die Menschlichkeit abzulenken. Menschen die behaupten würden, sie kämen aus Bielefeld, seien alles Agenten dieses außerirdischen Diktators.

Natürlich ist diese Desinformation sehr leicht zu entlarven und da ich seit nun mehr fünf Jahren in Bielefeld lebe, ist es mir immer wieder ein Hochgenuss mich selbst als Agent des Weltenherrschers vorzustellen. Doch diese Geschichte zeigt eben auch, wie einfach es ist, Information ins Netz zu stellen, die mit der Wirklichkeit nichts zu tun haben. Ich denke auch dieses ist eine Veränderung der Kommunikation. Wir haben sehr viel genauer darauf zu achten, dass Informationen, die wir aus dem Netz bekommen auch wirklich authentisch sind. Darüber hinaus gibt die Einfachheit der Informationsbereitstellung und Verbreitung auch die Möglichkeiten der sehr subtilen Einflussnahme von extremen sowohl von rechts als auch von links des politischen Spektrums.
Wenn man diese Veränderungen der Informationswahrnehmung weitertreibt, kommt man auch automatisch zu dem Schluss dass auch die Informationsbereitstel-lung eine Andere geworden ist. Ich glaube es ist heute notwendig zu differenzieren wie und mit wem ich wie kommuniziere. Hatte ich in der „guten alten Zeit“ entweder den Brief oder den Boten für ein fernes Gespräch und habe entsprechend sorgfältig beschrieben was eigentlich Inhalt sein sollte, so habe ich heute jede Art sofort mein Gegenüber zu erreichen. Doch gerade weil ich heute diese Vielzahl an Möglichkeiten habe, ist es meine Aufgabe als Bereitstellender Die Wahl meiner Werkzeuge auf den Zweck hin zu überprüfen. In der Allgemeinen Kommunikationstheorie spricht man von den verschiedenen Ebenen der Kommunikation. Da ist zum einen die Sachebene, die beschreibt WAS übertragen wird. Doch dann ist da eben auch noch die Die Ebene des WIE es formuliert/transportiert wird und zum Schluss eben auch noch die Ebene der Beziehung oder anders ausgedrückt WER etwas zu sagen hat.



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Tonga Offline




Beiträge: 94

09.09.2009 10:48
#7 RE: Kommunikation Zitat · antworten

Klasse Ausführung, Gandalf.

Ich überlege mir mal was dazu. Aber ich lasse die Kommunikation via Internet mal außen vor. Werde mal über die Kommunikation "untereinander" aus meinem Arbeitsleben berichten. Nur nicht heute. Leider keine Zeit.

Tonga

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Tonga Offline




Beiträge: 94

18.09.2009 16:43
#8 RE: Kommunikation Zitat · antworten

Heute schreibe ich mal etwas über die Kommunikation in meinem eigenen Arbeitsleben. Die Kommunikation via E-Mail! Und ich schreibe über gewisse Gefahren des Internets.

Nach dem Urlaub oder arbeitsfreien Tagen - immer ein ungutes Gefühl wegen des Postfachs.

Ich wache früh auf, der Wecker (ich habe mein Handy als Wecker umfunktioniert) klingelte noch nicht. Denke daran, dass ich gleich aufstehe und zur Arbeit muss. Meine Gedanken springen ins virtuelle Postfach. Wie viele Mails mit neuen Weisungen oder Anfragen der verschiedenen Abteilungen warten dort wieder auf mich? Mir wird fast übel bei diesem Gedanken.

Unfair will ich nicht sein, denn ich schreibe selber E-Mails im Auftrage meines Chefs aber auch im Privatbereich. Manchmal sind bis an die 200 Mails da und nach einem langen Urlaub oft noch viel mehr. Das kann doch kein Mensch behalten! Weisungen, die aktuell waren, dann widerrufen wurden und dann doch wieder aktuell sind usw. usw.

Mailverkehr ist praktisch und schnell. Das muss ich schon sagen. Man kann beweisen, dass man sich um dieses und jenes gekümmert hat. Aber sonst?

Mails sind menschenfeindlich. Eine Mail kann keine mündliche Konversation ersetzen. Eine Mail ist immer unpersönlich, auch wenn sie noch so höflich geschrieben ist.

Ich hasse Mails. Im Privatleben schreibe ich Mails nur, wenn es sich nicht vermeiden lässt.

Viele Jahre wollte ich keinen PC in meinem Haushalt. Mir reichte die Arbeit mit dem PC auf der Arbeit. Zuhause? Nein, das wollte ich nicht. Vor zwei Jahren habe ich dann doch ein Laptop angeschafft. Im ersten Jahr schrieb ich nur persönliche Dinge auf. Im zweiten Jahr meldete ich dann den Internetanschluss an. Schaute mal hier und mal da. Entdeckete Foren in Hülle und Fülle. Ja, ich gebe unumwunden zu, dass ich "INTERNETSÜCHTIG" wurde. Wenn ich frei hatte war ich manchmal bis zu 20 Stunden im Netz unterwegs. Und ich spielte auch Spiele. Manchmal bis morgens um vier Uhr.

Ich trat dann auf die Notbremse. Nein, Internet ist nicht das wahre Leben. Ich hatte meine Familie völlig vernachlässigt. Konnte froh sein, dass meine Kinder erwachsen sind und ihr eigenes Leben leben.

Bin auch heute noch im Internet unterwegs, aber in Maßen.

Tonga

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Tonga Offline




Beiträge: 94

08.10.2009 18:05
#9 RE: Kommunikation Zitat · antworten

Schade, schade. Es ist so wie in fast allen Foren. Hat einer eine Idee, die etwas Grips erfordert, schreibt kaum einer was. Sehr schade, dass überall die Spassgesellschaft Vorrang hat. Darüber bin ich sehr traurig. Kommunikation mit albernen Sätzchen ist leider nicht mein Ding. Na, ich warte dann. Vielleicht verirrt sich doch mal einer hierher, der mehr kann als nur ein paar Worte. Der sich gut ausdrücken kann und tiefe Einblicke in viele Dinge hat. Seufz.

Tonga

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gandalf Offline

Ehrenmitglied


Beiträge: 44.011

08.10.2009 19:28
#10 RE: Kommunikation Zitat · antworten

Tonga, das ist doch aber kein Problem von Foren. Das erlebe ich überall so. - Na und?

Ich denke schon, dass auch hier viele Lesen aber selbst eben nicht schreiben. Das mache ich bei manchen Themen auch so. jeder hat halt seine eigenen Vorstellungen und wozu er/sie etwas sagen möchte. Als ich dieses Thema anfing, war ich mir darüber klar, dass sich nicht jeder dafür interessiert. Aber du interessierst dich. Damit ist doch schon ein Ziel erreicht.

Wenn ich jetzt schon länger nicht mehr geschrieben habe, liegt das daran, dass in meinem realen Leben viel passiert. In ca. 4 Wochen werden wir umziehen und so muss ich da, als Hausmann, einiges tun.

Ich verliere es nicht aus dem Auge. Dazu habe ich in diesem Bereich schon viel zu viel geschrieben. Die Manuskripte, die auf meinem Rechner schlummern warten nur auf dich. Angefangen habe ich mit dem Thema, als ich anfing die verschiedenen Medien selbst zu verbinden. Damals war mein Fokus sehr technisch, doch relativ schnell bekam ich eben auch mit, dass sich mit der Technik auch die Art und Weise verändert. Ich meine deine kleine Geschichte beschreibt genau was ich meine.

Mit Geduld wird das schon....



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Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben zu geben.

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