--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Drei Dinge lassen sich nur bei drei Gelegenheiten erkennen: Die Kühnheit in der Gefahr, die Vernunft im Zorn und die Freundschaft in der Not.
apropos Freak, das hatte ich bisher ganz vergessen euch zu erzählen
Im Winter bin ich nachts noch mal mit den Hunden raus in den Garten gegangen. Es war klirrend kalt. Es war so kalt, dass ich lieber drin geblieben bin. Ich stand also in der geöffneten Tür, in der Hoffnung, die Hunde fassen sich kurz.
Auf einmal hörte ich ein rascheln im Garten.
Es war schon spät in der Nacht, da ist hier normalerweise absolut nichts mehr zu hören. Von den Hunden keine Reaktion. Konnte also schon mal kein Fremder auf dem Grundstück sein, sonst hätten sie gebellt. Ich habe aber auch nichts gesehen, rein gar nichts. Die Solarleuchten funktionieren im Winter nicht so gut. Und die Weihnachtsbeleuchtung hatte ich auch schon abgeräumt.
Aber da war es wieder, ein rascheln und dann... plätscherte es auch noch! Da hielt mich nichts mehr drin, ich musste einfach sehen, was das ist. Ich hatte meinen ganzen Mut zusammen genommen und bin die Treppe in den Garten runter gestiegen. Zuerst konnte ich gar nichts sehen, aber es plätscherte immer noch, gleich neben mir.
Ich rief leise: "Ist da jemand?" Neben mir eine Stimme: "Ja". Ich: "Und wer ist da?" Stimme: "Ich". Das ist nicht lustig, wenn nachts eine Stimme neben dir spricht und du kannst absolut nichts sehen. Aber die Stimme kam mir irgendwie bekannt vor. Ich also wieder: "Und wer ist ich?"
Da hatte einer der Hunde plötzlich den Bewegungsmelder aktiviert und es wurde hell, sehr hell! Und was sehe ich?
'Ich' war natürlich Herr Schmidt, wer auch sonst?
Da stand der Kerl bei strengem Frost, nur mit Schlüpper und weißem T-Shirt bekleidet, barfuß im Garten und pullerte in den Schnee.
Ich war total erschrocken, das könnt ihr euch sicher denken. Aber ich wollte unbedingt wissen, warum er mitten in der Nacht mit nackten Füßen durch den Schnee läuft um zu pieseln. Hab ich ihn also gefragt, hättet ihr doch auch getan, oder? Ich also: "Ähm, Herr Schmidt"... Herr Schmidt: "Ja?" Ich: "Was machen Sie denn da?" Herr Schmidt: "Ich musste pinkeln." Ich: "Aber wieso machen Sie das denn hier draußen?" Herr "Mir war so kalt!" ??????????????????????????????????
Ich ging dann sprachlos wieder rein und verriegelte mehrmals die Tür. Besser ist besser, obwohl.... Herr Schmidt macht ja eigentlich nie die Tür auf.
Unsere Feuerwehr hatte am Wochenende Tag der offenen Tür. Das findet jedes Jahr statt und es ist immer richtig was los. 2 Tage lang Livemusik und Rock bis spät in die Nacht, die ganze Jugend aus der Umgebung ist dort.
Samstag Nacht wurde es bestimmt 1 Uhr, ich bin irgendwann trotz Lärm eingeschlafen. Gestern Abend war natürlich früher Ruhe. Aber so wirklich ruhig wurde es doch nicht. Irgendwann nach Mitternacht gingen die letzten nach Hause. Ich hatte die Schlafzimmertür geöffnet und im Wohnzimmer ein Fenster zur Straße. Kurz nach dem einschlafen wurde ich dann von Geräuschen auf der Straße geweckt. Da es hier normalerweise sehr ruhig ist, bin ich wohl gleich wach geworden. Ich wollte aufstehen und das Wohnzimmerfenster schließen, damit Herr Schnüffel nicht auch noch aufwacht, als ich einen merkwürdigen blauen Lichtschein auf der Straße sah. Ich dachte mir oh, oh... hoffentlich ist nichts passiert!
Da war ein Blaulicht direkt vor unserer Eingangstür. Ich bekam fast Panik. Was war passiert? Ich öffnete schnell das Fenster komplett, um nachzuschauen, was los ist. Irgendwie kam mir die ganze Sache so komisch vor. Es war stockdunkel da draußen, nur das Blaulicht zu sehen. Aber kein Polizeiwagen, kein Rettungswagen, keine Feuerwehr. Als sich meine Augen an das Dunkel gewöhnt hatten, sah ich, dass das Blaulicht nicht still stand. Es wanderte vor unserer Tür auf und ab. Was war das? Und irgendwer sang furchtbar laut und schief. Das hatte mich also geweckt.
Auf einmal kippte das Licht nach hinten und ich sah, was los war. Da hatte wohl Herr Schmidt beim Feuerwehrfest ein wenig zu viel getankt und ein Blaulicht mitgehen lassen!
Und dieses Blaulicht hatte er sich auf seine Kopf befestigt. Wie er das befestigt hatte, weiß ich nicht. Aber als er seinen Kopf nach hinten bog, um nach oben zu schauen, sah ich es ganz deutlich. Er rief fröhlich: "Hallo Frau Schnüffellll....." Ich erbost: "Was um alles in der Welt tun Sie denn da?" Herr Schmidt: "Tatütataaa, die Feuerwehr ist daaa...."
Ja gehts noch???
Da werden glaube ich ganz andere mit Blaulicht benötigt, die Feuerwehr kann da wohl kaum helfen. Ich hatte dann schnell das Fenster geschlossen, damit Herr schnüffel nicht wach wird.
Was hat die Feuerwehr aber auch immer die Blaulichter so verlockend aufgebaut. Sollen wohl als Deko dienen, das lockt besonders die Kinder an. Bestimmt haben sie es dort auch schon vermisst. Ob die Lampen wohl abgezählt sind?
Die könnten ja mal bei Herrn Schmidt nachsehen.
Aber Leute, ich sags euch, das wird eh nix, der macht ja nie die Tür auf!