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Das Stübchen

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Dieses Thema hat 109 Antworten
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  Kurzgeschichten
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Moni Offline

Co-Administrator


Beiträge: 146.871
Punkte: 18.487

27.10.2006 07:36
#1 KURZGESCHICHTEN ! Zitat · antworten

Spiel mal Schriftsteller.

Jeder von uns hat bestimmt schon einmal eine kuriose Geschichte erlebt,gehört oder sich ausgedacht.

Hier kannst Du Deine KURZGESCHICHTE schreiben !

Keine Diskussion !

Wer dann mal alleine im Stübchen ist,der kann eine gute Geschichte lesen !

Lustig - Unterhaltsam - Horror - Grusel - Albern ..........oder oder oder. Nur Mut !

Regina Offline




Beiträge: 104

27.10.2006 15:20
#2 RE: KURZGESCHICHTEN ! Zitat · antworten
Ok, ihr wollt eine Kurzgeschichte. Na gut, ihr habt aber selber schuld wenn ihr hinterher Bauchschmerzen vom Lachen bekommt.
Diese Geschichte ist mir und meiner Freundin wahrhaftig passiert.
Man schreibt das Jahr 2002. Wir , dass heißt meine Mann Stefan und ich sind in eine Strasse in Bremen gezogen. Ein 2-Familienhaus mit Garten, oben wohnte meine besagte Freundin mit Mann, Sohn und Hund. Zur der Zeit waren wir allesdings nur Nachbarn, aber solche die man auf Anhieb mag. Mit der wurde einen Freundschaft daraus. Wir wohnten nun schon fast ein Jahr dort, als eines Tages unsere Nachbarin von der gegenüberliegenden Seite uns zur ihren Polterabend und zur Hochzeitsfeier einlud.

Mein Mann freute sich riesig darüber, den er hatte am Tag des Polterabend Spätschicht und so brauchte er nicht dorthin *Schweiß von Stirn abwischt*.
Na, ganz toll dachte ich so bei mir, den große Lust verspürt ich überhaupt nicht. Ebenso ging meiner Freundin und ihrem Mann. Irgendwie schafften wir es, dass wir am Polterabend nicht erschienen.
Am darauffolgenden Tag, also deren Hochzeitstag, hatten wir massig viel zu tun. Nur damit wir da nicht hin mussten. Ich weiß nicht was uns geritten hat, auf alle Fälle hatten wir das Geschenk parat( im Notfall). Versteht sich
Als es auf die Kaffeezeit zuging, meinten meine Freundin und ich wir müssen noch einkaufen. Und so taten wir dieses auch. Holten uns schönen Kuchen und machten es uns gemütlich. Beim Kaffee und Kuchen tratschten wir über die Hochzeit( Ist nun mal so üblich bei uns).
Der Mann meiner Freundin bekam von alle dem nichts mit, der hatte es sich auf der Couch zu einem Mittagschläfchen gemütlich gemacht.
Leider wurde der als bald von einem stürmischen Klingeln unterbrochen.
Höflich wir es nun mal ist, erhob er sich und öffnete die Tür. Meine Freundin und ich saßen in meiner Wohnung, und bekamen alles mit.
Uns schwante böses.
Nach kurzer Zeit klopfte es an meiner Balkontür und wer stand davor natürlich Olaf und fragte ob Moni hier sei, welches ich natürlich nur bejahen konnten, allesdings nur mit einem Kopfnicken.
Moni und ich wir hielten uns vor Lachen die Bäuchen und Tränen stürzten in Wasserfällen aus unseren Augen. Olaf der nun überhaupt nicht wußte was los war, schaute verduzt.
Er meinte total trocken, wie nur er es kann, die BRAUT war gerade da und hat nach euch gefragt.
Kaum hatte er dieses ausgesprochen, was es mit unserer Beherrschung vorbei. Moni rannte wie von der Tarantel gestochen zur Toiletten. Weil vor lauter lachen war es ihr schier unmöglich, sich nicht in Höschen zu machen. Mir ging alles dings nicht anders, vor lachen bekamich fast keine Luft mehr.
Man stelle sich vor, eine BRAUT die ihr Gäste persönlich abholt.

Nachdem wir uns beruhigt hatten, naja jedenfalls einigermaßen, beschlossen wir uns doch mal dort blicken zu lassen. Wir waren vielleicht insgesamt 2 Stunden dort, und was soll ich euch sagen. Moni und waren die einzigen die, die ganze Zeit ein Grinsen im Gesicht hatten.
Noch heute, wenn wir uns daran erinnern laufen uns die Tränen.

P.s. *Riesenpackung Tempo's für Moni beipackt*

blinky Offline




Beiträge: 5.989

31.10.2006 08:26
#3 RE: KURZGESCHICHTEN ! Zitat · antworten

Neulich im Supermarkt

Wo finde ich frische Eier?
Bodenhaltung, Freiland oder Käfig?
Egal.
Sollte es aber nicht?
Sollte was nicht?
Egal sein.
Ich verstehe kein Wort.
Denken sie an die armen Tiere.
Wieso?
Haben Sie schon mal Käfighaltung gesehen?
Nö, sollte ich?
Unbedingt, da würde ihnen der Appetit auf Käfigeier vergehen.
Ich bin sehr leidensfähig.
Die Tiere leider nicht.
Gut zu wissen, wo finde ich nun Eier?
Vielleicht sollten Sie ganz darauf verzichten.
Worauf?
Auf den Verzehr von Eiern.
Hä?
Wegen des Cholesterins.
Sind Sie hier Verkäufer oder Ernährungsberater?
Natürlich Verkäufer, aber mir liegen meinen Kunden am Herzen.
Der Umsatz wohl weniger.
Man muß in erster Linie seinem Gewissen verantwortlich sein.
Na klasse, ein Humanist im Supermarkt, wo finde ich nun die verdammten Eier?
Unvernünftig, aber kommen sie mit.
Gott sei Dank.
Hier, von oben nach unten, Stück 50 Cent Freiland, 30 Cent Bodenhaltung, 10 Cent Käfig.
Zehn Stück von ganz unten. Bitte.
Wirklich?
Ja wirklich, ganz sicher.
Wie wäre es mit Straußeneiern?
Mit was?
Straußeneiern. Garantierte Bodenhaltung, Cholesterinarm, aus heimischer Zucht.
Ich gebe es auf. Wo finde ich Schweineschnitzel?

Stallhaltung, Freiland oder rein biologische Fütterung?
----------------------------------------------
Gib jedem Tag die Chance,der schönste Deines Lebens zu sein

Niko Offline




Beiträge: 107

02.11.2006 09:51
#4 RE: KURZGESCHICHTEN ! Zitat · antworten

süchte

frau niko ist süchtig. nein, frau niko wankt nicht morgens um sieben mit schnapsbuddel vor die haustür, um das leergut unbeobachtet in nachbars mülltonne zu entsorgen. nein, sie treibt sich auch nicht auf kinderspielplätzen herum, um sich drogen in die venen zu spritzen. nein, sie braucht nicht mal eine zigarette, um sich gut zu fühlen...

frau niko ist süchtig nach freizeitaktivitäten. nach kostenverursachenden freizeitaktivitäten. sport natürlich ausgenommen. der würde ja unter umständen kosten einsparen. weil frau niko dann nicht mehr 2 kg wolle kaufen müsste, um sich eine formschöne weste in grösse 52 zu stricken, sondern mit der hälfte auskäme. und weil sie keine zeit hätte, für die anderen süchte auch noch geld auszugeben.

dass sie süchtig ist, weiss sie. sie versucht jeden abend, sich mantramässig zu helfen: "ich darf keine woll- oder bastelkataloge mehr bestellen... ich darf nicht mehr in stoffabteilungen stöbern... ich darf keine creativ-zeitschriften mehr kaufen... ich darf keine grusskarten-marathons bei den home-shopping-sendern mehr sehen..."
es hilft manchmal. nicht immer.

herr niko ist leider auch süchtig. nach werkzeugabteilungen und baumärkten. neulich, als er auf dem heimweg von der firma noch einen kleinen abstecher zu obi machte, um eine nicht unwesentliche anzahl an dübeln, schrauben und ein günstiges mehrfachkleinwerkzeug zu erwerben, sah er bei der heimkehr einen hermesboten im gespräch mit frau niko. er beschleunigte seinen schritt, in der hoffnung, in erfahrung zu bringen, was denn nun der inhalt jenes paketes sei, das, unsichtbar für herrn niko, sicherlich vor kurzem den besitzer gewechselt haben musste. zu spät, der bote fuhr von dannen, frau niko schlug angesichts des nahenden gatten eilends die haustür zu. als herr niko das treppenhaus betrat, hörte er die wohnungstür knallen. die obi-tüte mit kompromittierendem inhalt elegant hinter dem rücken versteckend, platzte er in sein heim.

"wo ist das paket?? ich weiss, dass du wieder grusskartenmaterialien gekauft hast!! was ist es?? das 219-teilige set aus folienkaschiertem hologrammpapier, ultrahaftfolie und vinylstanzteilen?? das weihnachtsset mit den 144 fluoriszierenden elchen?? die goldgeprägten karten mit umfangreichem diamantstickerset?? gib es zu...."

mit irrem blick und überschlagender stimme durchsucht er die wohnung. frau niko, mit leicht erhitzten wangen, steht in der küche und schält kartoffeln. ihre stimme zittert nur ganz wenig, als sie antwortet: "wovon redest du?? ich habe kein paket bekommen. der herr hat nur gefragt, wann er die nachbarn am besten erreichen könne. die von gegenüber, für die ich keine pakete entgegennehmen würde..." mit blasierter, beleidigter miene fügt sie hinzu: "was befindet sich in der tüte??"

herr niko murmelt verlegen etwas in seinen bart, stapft aus der küche und verstaut in einem schrank im kinderzimmer die neuen erwerbungen. er schiebt dabei die zwei oberfräsen, den exzenterschleifer und das display mit den 36 holzleimflaschen beiseite, das zum einsatz kommen wird, wenn die 12 flaschen in der werkstatt verbraucht sein sollten. eine nervöse gattin folgt ihm auf schritt und tritt. erst als er die wohnung verlässt, um in der garage mit dem mobiltelefon eine weitere handkreissäge, allerdings in weit modischerem design als die vorhandene, zu bestellen, entspannt sich die gattin sichtlich.

als herr niko bei einbruch der dunkelheit das wohnzimmer betritt, sitzt seine frau vor einer riesigen anzahl winziger döschen. es befinden sich bunte glasperlen darin, die frau niko zu bunten bändern verwebt. hierzu verwendet sie ihren perlenwebrahmen und häkelgarn, das sie in 693 farbschattierungen besitzt. herr niko isst, setzt sich vor den fernseher, täuscht lahmes interesse vor, als frau niko ihm eine von ihr angefertigte perlenschildkröte zeigt und verschwindet nach kurzer zeit im schlafzimmer. auch die gattin gähnt, folgt dem herrn des hauses, um sich mit ihm gemeinsam dem schlafe zu ergeben.

"BUMM!". herr niko schreckt hoch. kein ton ist mehr zu hören. nichts. er wartet. sinkt schon wieder in den wunderbaren traum zurück, der ihm eine rote schlagbohrmaschine beschert. rot, wunderbar rot... nicht grün, blau, grau-schwarz, wie die drei, die in einem karton unter dem bett ruhen. und auch nicht gelb-schwarz, wie das exemplar in der werkstatt, liebevoll "meine süsse hummel" genannt...
plötzlich konzentrieren sich die gedanken herrn nikos auf den platz seiner gattin an seiner seite. auf den LEEREN platz. kein leises schnarchen, kein atmen...

ein schrecklicher gedanke fährt herrn niko durch den schädel. was, wenn seine frau, einem dringenden bedürfnis folgend, den chrom-vanadium-stahl-steckschlüsselsatz finden sollte, den er im bad unter den handtüchern zwischengelagert hätte?? oder die fünf japanischen präzisionsmesser, die er unter dem kaminholz versteckt hält, zur pediküre missbraucht?? er steht auf und schleicht auf zehenspitzen die treppe hinab...

aus dem wohnzimmer dringen leise gesprächsfetzen. jawohl, da ist jemand im haus. ein fremder mann!
herr niko strafft sich, und versucht, auch in schlabber-t-shirt und retroshorts einen respektablen eindruck zu machen. er ist auf alles gefasst. er öffnet die tür...

da sitzt frau niko. vor sich ein geöffnetes paket von qvc. ebendieser sender flackert auf dem bildschirm. der verkäufer informiert die kunden, dass angesichts der bevorstehenden weihnacht ein sonderverkauf mit vielen nur-einmal-angeboten stattfindet. die ganze nacht.
frau niko lässt die hände entzückt über nächtlich leuchtende elche streichen. an ihrem ohr das telefon, in das sie heiser zahlenabfolgen, artikelnummern und bestellmengen eingibt. glasige augen scheinen die anwesenheit des gatten nicht zu registrieren.

herr niko seufzt. dreht um und geht ins bett. liebevoll blättert er, bis er sich beruhigt hat, noch einmal durch diverse baumarktprospekte...

Niko Offline




Beiträge: 107

16.11.2006 21:23
#5 frau nikos sohn hat ein problem Zitat · antworten

frau nikos sohn ist heute sehr traurig. kein lächeln erhellt sein sommersprossiges, hübsches gesicht. kein fröhlicher zug umspielt seinen wohlgeformten mund. seine vollen lippen bleiben fest aufeinandergepresst. auf seiner stirn bildet sich eine steile falte.

grund für die verstimmung ist: ein pickel. klein, fast nicht zu sehen. der erste pickel im präpubertären gesicht. eine kleine unebenheit der ansonst makellosen haut, aber eine katastrophe im leben eines zwölfjährigen. alle werden ihn sehen, den pickel. alle. die abgrundtiefe traurigkeit ihres kindes stürzt frau niko in verzweiflung. sie beginnt, darüber nachzusinnen, wie ihre jahrzehntelange erfahrung mit pickeln, mitessern und anderen hautunreinheiten das leben ihres sohnes wieder lebenswert machen könnte.

frau niko beginnt mit einem einfühlsamen dialog: "hey, megastark, der pickel. du wirst ja erwachsen!! und mitten auf der stirn. klasse!!"
das kind sieht sie an mit einem gemischten ausdruck aus gelinder überraschung und misstrauischem zögern. "ja. und??"
"sollen wir was dagegen tun, oder möchtest du ihn geniessen??"
"geniessen??"
"ja. geniessen. wenn die mädels in deiner klasse sehen, dass du pickel kriegst, betrachten sie dich in einem anderen licht. sie empfinden dich als... reifer"
"hast du 'ne meise?? soll ich mich freuen über diesen eiterbollen im gesicht??"

ein gieriges lächeln flattert kurz über frau nikos antlitz. "oh... tatsächlich?? eiter?? zeig mal her!!"

der sohn nähert sich vorsichtig, immer zur flucht bereit. er kennt diese masche frau nikos. er weiss, wenn er in die reichweite ihrer eisenharten umarmung gerät, wird er sich ihrer hochnotpeinlichen untersuchung nicht entziehen können.

"komm schon. ein bisschen näher. ich tu dir auch nichts...", flüstert frau niko heiser. das kind stutzt, zieht sich im letzten moment zurück. frau niko hebt die stimme: "mensch, ich will dich doch nur ansehen!!"
sofort verschliesst sich ihre miene wieder. es bleibt das freundliche lächeln. wieder leiser lockt sie erneut: "lass mich mal sehen..."

endlich begibt sich das kind in ihre hände. es lehnt sich zurück, erlaubt ihren zitternden händen eine kurze untersuchung. sie entscheidet sich zum handeln. sofort. blitzschnell fügen sich ihre beiden zeigefinger zu einer pinzettenartigen formation zusammen. das augenblickliche zucken des sohnes rettet ihn nicht. sie quetscht den pickel, doch leider sind ihre versuche, die unschöne hauterhebung zu entfernen, nicht von erfolg gekrönt.

das kind schreit und spuckt. zu schwer wiegt die enttäuschung über den fatalen vertrauensmissbrauch der mutter. das mikroskopisch kleine schönheitsfehlerchen ist zu einem pfenniggrossen mal angeschwollen. frau niko schämt sich ob ihres unstillbaren verlangens nach dem pickel. wie konnte sie sich so gehen lassen?? wie konnte sie dies ihrem eigenen fleisch und blut antun?? wie konnte sie dessen zuneigung für den rest ihres lebens auf's spiel setzen??

sie entschuldigt sich. bittet ihn um verzeihung. verspricht, all ihre dekorativ-kosmetischen künste zur kaschierung des pickels anzuwenden.

das kind zögert wieder. schliesslich wird er noch tage gezeichnet sein durch den brutalen übergriff seiner mutter. doch die jahrelange einheit des gemeinsamen lebens siegt. er präsentiert frau niko seine verletzbare stelle.

diese bemüht sich redlich. in stundenlanger kleinarbeit deckt sie ab, grundiert sie, pudert sie nach und zeichnet sie über. endlich. endlich ist das werk vollbracht. stolz betrachtet sie das gesicht ihres kindes.
dieses wunderschöne kind. nichts erinnert ihrer meinung nach mehr an den hässlichen aussatz, der sein antlitz verunstaltet hatte.

es klappert an der wohnungstür. herein tritt herr niko. sein blick huscht kurz über die szene. verharrt dann auf der stirn seines sohnes. seines stolzes. eine ader tritt an seiner schläfe hervor, seine kiefer mahlen.
"was hast du denn mit dem armen kerlchen angestellt?? wieso sieht der aus wie eine höhensonnenmumie??"
frau niko blickt beleidigt zur seite. schweigend sammelt sie ihre werkzeuge zusammen, mit denen sie soeben ein kunstwerk geschaffen hatte, das jeden visagisten vor neid hätte erblassen lassen.

herr niko atmet durch und spricht zum sohn:
"na denn. geh ins bad und wasch dich. und putz gleich die zähne. es ist eh schon gleich zehn. viel zu spät für dich, eigentlich. gute nacht!!"

frau niko beschliesst ihn zu hassen. ihn und den pickel.

Tini Offline




Beiträge: 727

07.01.2007 12:10
#6 Ein ganz normaler Abend Zitat · antworten

Langsam schlendert sie die Strasse hinunter. Sie lässt sich Zeit damit, denn sie hat ein wenig Angst, was sie erwartet. Acht Uhr im Café, so war es vereinbart. Nun ist es fünf vor acht. Soll sie einfach wieder nach Hause fahren?? Aber dann würde sie nie wissen, ob es geklappt hätte oder nicht.
Entschlossen drückt sie die Tür auf und schaut sich um. Da hinten in der Ecke sieht sie ein Pärchen sitzen. Sie winken ihr zu. Langsam geht sie auf die beiden zu. Sie stellen sich vor und Marie setzt sich zu ihnen. Am Anfang verläuft das Gespräch etwas schleppend. Beide Seiten wollen sich beschnuppern und es dauert eine Weile, bis sie den richtigen Draht zueinander gefunden haben.
Es werden Erfahrungen ausgetauscht, über die Liebe und das Leben. Über die Arbeit und Menschen, die man kennen gelernt hat.

Der Wein fliest in gut und die Stimmung wird ausgelassener. Nun kommt das Gespräch genau auf den Punkt, den alle zusehends vermieden haben.
Wie sähe es aus mit einem erneuten Treffen?? Einem Treffen, welches das diese um eine Sache übertreffen würde. Marie ist sich nicht sicher, ob sie ein zweites Mal die Angst vor der neuen Erfahrung überleben würde. Das sagt sie den beiden auch. Bedudelt von dem Wein geht sie auf den Vorschlag von Biggi und Jürgen ein, noch einen Spaziergang zu unternehmen. Dieser endet vor dem Haus der beiden.
Klar will sich Marie die Gelegenheit nicht entgehen lassen, das Haus der beiden von innen zu sehen. Jürgen geht vor und sogleich in die Küche um noch eine Flasche Wein aufzumachen. Währenddessen zeigt Biggi Marie die Fotos vom letzten Urlaub. Ganz vorsichtig berührt sie nun Maries Arm und die beiden schauen sich tief in die Augen. Ein zarter, fast scheuer Kuss. Jürgen, der gerade aus der Küche kommt, bleibt abrupt stehen und beobachtet die beiden Frauen. Marie erwidert den Kuss voller Leidenschaft und Begehren. Alles um sie herum ist bei den beiden Frauen vergessen.
Im Laufe des Kusses, schiebt Biggi Marie langsam Richtung Treppe, die ins Schlafzimmer hoch führt. Dort angekommen lassen die beiden ihrer Lust und Leidenschaft freien Lauf. Die anfängliche Schüchternheit ist vorbei und sie sind wild auf den anderen. Sie ziehen sich gegenseitig aus und scheinen Jürgen komplett vergessen zu haben. Dieser beobachtet die beiden immer noch und seine Lust steigt immer höher. Er sieht, wie seine Frau Marie mit sanften Küssen auf deren Brust immer höher treibt.
Jürgen zieht sich aus und setzt sich zu den beiden Frauen aufs Bett. So hatte er Biggi noch nie erlebt, so voller erotischer Spannung und Leidenschaft. Er berührt sie vorsichtig und Biggi wendet sich kurz von Marie ab, um ihren Mann anzusehen. Ihr Blick sagt ihm, er solle sich zurückhalten, sie will die Lust mit Marie genießen und ihn momentan nicht dabei haben. Eine Bitte, die er sofort akzeptiert. Er setzt sich neben das Bett um die beiden weiter zu beobachten. Marie streichelt sich selbst und Biggi verwöhnt sie auf eine Art und Weise, die Marie noch nie erlebt hat. Biggis Mund umschließt ihren süßesten Punkt und Marie glaubt zu schweben. Die Zärtlichkeit, die sie empfängt, wird keinem Mann gerecht, denkt sie. Immer mehr steigert sich ihre Lust. Nun zieht Marie Jürgen aufs Bett, um ihn mit dem Mund zu verwöhnen, während Biggi weiter an Marie saugt.
Das leidenschaftliche Spiel der Drei dauert noch lange an. Am Ende liegen sie sich alle erschöpft und glücklich in den Armen, froh, den Schritt doch gewagt zu haben.
Fortsetzung nicht ausgeschlossen...
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asteri Offline




Beiträge: 2.745

16.01.2007 08:15
#7 RE: Ein ganz normaler Abend Zitat · antworten

Während eines Flugs,hoch,ganz hoch über der Erde,auf dem Weg zu einem anderen Ort,ist es wieder so weit.Über den Wolken,dort wo immer die Sonne scheint,wo alles so verführerisch himmlisch aussieht.In diesem Niemandsland zwischen zwei Ländern,zwei Welten.
Meine Seele möchte fliegen.
Es ist wieder so weit.Ich bin eine Unbekannte unter Unbekannten,jeder einzelne auf seinem Weg zu seinem Ziel.Was mögen die anderen Reisenden von mir denken,wenn sie mich sehen? Ich versuche,mich selbst in den Augen anderer zu sehen.Warum ist das so schwer? Sehen sie noch den Glanz in meinen Augen,oder beginnt er schon zu verblassen?
Nichts wissen sie alle von mir,gar nichts.
Es ist so weit.Ich stelle mir vor,hier oben würde alles noch einmal von vorn beginnen.Ich erfinde mich neu.
Ein neues Land,das ich neugierig kennen lernen würde.Eine neue Aufgabe,die mich erfüllen würde.Vielleicht ein neuer Mann,den ich bis ins Innerste neu entdecken würde.Neue,aber nur ganz wenige Freunde,denn Verpflichtungen haben in meinem neuen Leben keinen Platz.Dort gibt es nur alles,was schön ist,Abenteuer und intensive Gefühle.
Meine Seele ist schon längst abgehoben,sie ist schneller noch als das Flugzeug,in dem mein Körper noch immer sitzt.
Ich fühle mich leicht,beschwingt,berauscht von meinem Plan.Ich fliege über den Wolken und es ist einfach nur schön.

Das Flugzeug,in dem mein Körper sitzt,stößt auf eine Wetterfront und ich spüre die Erschütterungen.
Ich erschrecke.
Ich führe ein zufriedenes Leben.
In einem Land,in dem oft die Sonne scheint.
Mit einem Mann,der mich liebt.
Für zwei süße,gesunde Kinder.
Freunden,auf die ich zählen kann.
Ich erschrecke vor mir selbst,dass meine Seele Fernweh hat.
Als das Flugzeug landet,ist meine Seele wieder gut versteckt in meinem Körper gelandet.
Aber ich weiß,sie wartet nur auf den nächsten Flug,damit sie wieder fliegen kann.
Und ich bin gespannt,ob sie dann wieder in mir landen wird.
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CARPE DIEM

Pippi Offline




Beiträge: 555

17.01.2007 22:03
#8 Eine zweite Chance für Niki? Zitat · antworten



Die Sonne steht schon hoch am Himmel, als ich mich langsam vom Land der Träume in die Realität zurück hole. Die Realität, das ist ein Leben ohne ihn, Thomas.
Ich liege im Bett und stecke mich, dann überlege ich mir, was ich heute machen könnte. Ich habe Urlaub, aber dadurch, dass Thomas und ich auseinander sind, habe ich nichts vor. Das heißt ich habe ganz viel Zeit für mich und meine Gesundheit. Sie hat in den letzten Monaten schwer hinten angestanden.
Nach einer Dusche beschließe ich mit dem Rad an den See zu fahren. Als ich dort ankomme, sehe ich schon, dass mehrere auf diese Idee gekommen sind. Das Ufer rund um den See ist total überfüllt, aber ich bekomme noch ein hübsches Plätzchen unter der Pappel.
„Hm tut das gut“ denke ich mir, als ich in das kühle Wasser laufe. Der See ist herrlich kühl und regt meinen Kreislauf an. Als ich wieder am Ufer bin und mich trocken gerubbelt hab, schaue ich traurig in die Wellen des Sees. Hier waren wir beide immer, egal ob Sommer oder Winter. Hierher sind wir immer mit dem Rad gefahren, haben gemeinsam gelacht und geweint. Jetzt bin ich hier allein. „Ach hör auf mit der alten Geschichte“ denke ich mir und steh auf, um mir ein Eis zu holen. Im Laufen bemerke ich ein Pärchen, welches nicht weit von mir entfernt im Gras liegt und lustig herumtollt. Da trefft es mich wie einen Blitz!! Da liegt er, Thomas, und neben ihm eine blonde Schönheit. Sehnsucht überkommt mich und gleichzeitig blanke Wut. Leise, um die beiden nicht auf mich aufmerksam zu machen, schleiche ich mich an meinen Platz zurück und ziehe mich an. Traurig radle ich nach Hause zurück. Warum ist er hier mit einer Frau?? Hat er mit ihr seine Ängste überwunden? Kann er bei ihr seine Gefühle offen zeigen und aussprechen?
Zuhause denke ich mir „Du Esel, was wäre denn schon passiert, wenn er dich gesehen hätte“ und ich bin sauer auf mich selbst und auf ihn. Warum hat er noch immer so eine Macht über mich?
Ich beschließe Simone anzurufen. Sie lenkt mich immer ab und war in den schweren Anfangszeiten ohne Thomi immer für mich da.
5 Stunden und einen Caipi später sitze ich lachend mit Simone an der Bar unserer Stammkneipe. „Schau mal den an mit der Sturmfrisur“ lacht gerade Simone. Viel besser gelaunt, als vorher antworte ich „ Der braucht auch mal dringend einen Frisör!“ Immer mehr junge Leute strömen in die Kneipe hinein. Da geschieht es wieder. Es läuft unser Lied. Wieder bin ich traurig und einsam unter so vielen lachenden Menschen. Da spüre ich auf einmal ein Paar warme, weiche Hände an meinen Hüften liegen. Ich muss mich nicht umdrehen um zu wissen, dass es Thomas’ Hände sind, denn ein mir sehr bekannter Duft steigt mir in die Nase. „Warum bist du heute von mir weggelaufen?“ fragt er mich. Entsetzt drehe ich mich um und schaue in des schönste Augenpaar, das ich jemals gesehen habe. „Ich wollte das junge Glück nicht stören“ antworte ich. „Junges Glück? Stören?“ Thomi schaut mich verständnislos an. „Beim schmusen mit deiner Freundin“ entgegne ich verärgert. Er nimmt mich fester am Arm und beugt sich zu mir rüber. „Ich habe dich vermisst. Ich hab auch gehofft, dass du am See bist, wo wir beide doch Urlaub haben. Ich hab Marion, Jessi’s Freundin, gefragt, ob sie mich begleiten will. Sie hat Semesterferien und war so allein ohne Marion.“ Thomi schaut mich an. Marion? Jessica? Na ich Volltrottel. Natürlich. Marion ist Thomas kleine Schwester und Jessi die Frau, mit der sie zusammen ziehen wollte. Damit fing unser Unglück ja an. Dadurch kam Thomas ja erst auf die Idee, dass wir heiraten und zusammen ziehen sollten. „Oh, DIE Jessi??“ Ich kam mir vor wie ein totaler Idiot. „Ja genau die Jessi. Wie du siehst, keine Gefahr für mich und dich. Sie interessiert sich nur für Marion und ihr Studium.“ Gefahr für uns? Hä? Hatte ich da was nicht mitbekommen? „Wie meinst du denn das?“ Ich war total verwirrt. Uns gab es schon seit 6 Monaten nicht mehr.
Durch das Gedränge um uns herum werde ich ganz eng an Thomi gedrückt. „Hi Thomas“ ertönt da eine Stimme aus dem Hintergrund. Simone ist wieder aufgetaucht. „Schön dich mal wieder zu sehen“ antwortet Thomi.
Während des ganzen abends berührt mich Thomi wie selbstverständlich immer wieder. Mir wird ganz heiß dadurch und auch er kennt meine Reaktionen auf ihn ganz genau. Lächelnd blickt er mich an. Ich will das alles nicht, nicht so, denk ich mir und verabschiede mich auf die Toilette. Ich flitze zu Simone und sag ihr, dass ich irre Kopfschmerzen bekommen habe und nach Hause fahren will. Sie schaut mich sehr seltsam an, sagt nichts und nickt mir zu.
Ich setzte mich auf mein Fahrrad und radle los. Als ob es um mein Leben gehen würde trete ich in die Pedale. Ich will ihn aus meinem Kopf rauskriegen. Nie wieder wolle ich solch einen Schmerz fühlen. Nie wieder. Ich finde mich am See wieder. „Bin ich den ganzen Weg hierher geradelt?“ frage ich mich. Einladend liegt der See im Mondschein. „Ach, jetzt eine Abkühlung, das tut mir sicher ganz gut“ denke ich mir und ziehe mich nackt aus und springe in den See. Wunderschön, fast wie in einem Märchen, glitzert das Wasser im Licht des Mondes. Ich höre ein Plätschern hinter mir und drehe mich um. Da steht ein Mann im Wasser, ebenso nackt wie ich, wie ich aus dieser Entfernung unschwer erkennen kann. Thomas. „Warum läufst du immer vor mir davon“ fragt er und nimmt mich fest in seine Arme. „ Woher weißt du, wo ich bin“ frag ich ihn, entsetzt darüber, wie mein Körper auf seinen reagiert. Meine Brustwarzen stellen sich auf und ein Schauer jagt durch meinen Körper. „Ich wusste nicht, dass Du hier bist. Du warst auf einmal weg, da wollte ich eine Abkühlung, bevor ich nach Hause fahre und mich frage, wohin du so schnell verschwunden bist.“ Thomi schaut mich an „Du bist noch immer so schön wie vorher“ sagt er. Da wird mir meine Nacktheit bewusst und ich laufe an ihm vorbei zurück ans Ufer. In meine Jacke eingewickelt sitze ich nun da und versuche mich möglichst schnell anzuziehen. „Warte, hier, nimm meine Decke. Ich hab auch ein Handtuch dabei“ sagt Thomas und reicht mir sein Handtuch. „hast Du das immer im Auto?“ frage ich ihn. „Nein“ entgegnet er mir, „nur wenn ich schöne Frauen verführen will“. Und er lacht bei dieser Antwort. Ich setze mich zu ihm auf die Decke und rubble meine Haut trocken. Erst jetzt wird mir klar, wie sehr er mir gefehlt hat. Ich schaue ihn an, um zu sehen, ob es ihm genauso geht. Er beginnt mich zu streicheln, erst die Arme, dann die Beine und den Bauch. Ich schließe die Augen und genieße seine Berührungen. Ich öffne meine Augen und schau ihn an. Sein Blick ist verklärt. Da beuge ich mich zu ihm hinüber und küsse ihn. „Du hast mir so sehr gefehlt“ nuschelt er mir ins Ohr. Oh ja, er mir auch. Mein Körper drückt sich gegen seinen, da berührt er meinen Schoß. Er legt die Hände tiefer in meinen Schoß und reibt mich mit seinen Fingern. Oh ja, wie sehr hatte mir das gefehlt. Sein Atem wird schneller und auch ich merke, dass ich mehr von ihm will. Ich schiebe seine Hände weg von mir und rolle mich auf ihn drauf. Im nächsten Augenblick schon sind wir Eins in der Welt. Im gleichen Rhythmus bewegen wir uns, als ob es nie eine Trennung zwischen uns gegeben hätte. Ich spüre Seine Erregung, ich merke, wie sehr es ihm gefällt und ich bewege mich schneller und noch schneller. Ich lasse ihn rein und raus fahren und mir wird es immer schwindliger und schummriger. „Oh ja, mach weiter so Niki“ stöhnt er und ich merke, wie kurz er bevor steht. Ein leiser Schrei schallt durch die Nacht, dann ist alles ganz still. Ich kann Seinen Herzschlag spüren und er den meinen. Er schaut mich an und in seinem Blick liegt etwas, was ich zuvor noch nie gesehen habe. Das, was er nicht aussprechen kannst, genau das, warum wir uns getrennt haben.
„Lass uns fahren“ sagt er, stehst auf und hebt mich hoch. Mit der Decke und dem Handtuch in der Hand läuft er zu meinem Rad und hebt es hoch. „Ich fahr Dich heim“ sagt er, ohne einen Widerspruch duldend. Auch gut, denk ich mir.
Die Fahrt verläuft schweigend. Zuhause läd’ er mein Fahrrad aus dem Auto und ich schiebe es zur Kellertüre. „Niki, weißt du…“ fängt er an. „Ja ich weiß schon“ entgegne ich. „kann ich noch mit reinkommen“ fragt er. „Es ist schon spät“ meine ich und drehe mich um. „Ach Niki, komm schon, lass uns reden. Ich hab Urlaub und du auch. Keine Ausreden. Wir müssen reden. Ich habe doch eben gemerkt, dass dir unsere Beziehung nicht egal geworden sind“. Thomas ist wütend. „O.k., komm mit rein, ich mach dir einen Kaffee“ ich gebe mich geschlagen.
Ich gehe in die Küche und mache uns beiden einen starken Kaffee. Hinterher setze ich mich auf die Couch, auf der Thomi auch schon Platz genommen hat.
„Niki, das vorhin war wunderschön. Es war, als ob wir beide niemals getrennt gewesen wären“ fängt er an. Ich schaue ihn an, er kommt zu mir, legt seinen Kopf an meine Schulter und weint. Hallo, was ist denn hier jetzt los? Ich bin doch diejenige, welche heulen sollte. Ich versteh die Welt nicht mehr. „Hey, was ist denn los?“ Ich streichle ihm über den Kopf und küsse seine Hände. Er setzt sich wieder aufrecht hin und blickt mich an. Wieder sehe ich dieses Gefühl in seinen Augen, dessen er unfähig ist auszusprechen.
„Heirate mich, zieh’ zu mir und lass uns immer zusammen bleiben. Du hast mir so sehr gefehlt und auch Buff hast du gefehlt.“ Buff ist Thomi’s Hund und ein treu doofes Kerlchen. „Buff habe ich gefehlt? Das glaub ich nicht. Er interessiert sich nur für sein Essen und seine Chips“ ich suche seinen Blick. Wartend schaue ich ihn an. Da senkt er seinen Kopf und sagt ganz leise: „Das kann ich nicht und das weißt Du, aber du weißt doch, dass ich es fühle“ Thomi ist total verzweifelt. „Sag es, Thomi, sag dass du mich liebst“ ich bin einem Zusammenbruch nahe. Er schaut mich an und steht auf. „Nein, das kann ich nicht“ und er geht.
Nun sitze ich hier mit zwei vollen Tassen Kaffe und weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Er ist wieder weg und ich spüre meine Angst wachsen. Nein, denk ich mir und laufe los. Er setzt sich gerade ins Auto, als ich ihn erreiche. „Komm mit rein“ erleichtert, ihn noch erwischt zu haben, nehme ich seine Hand.
Ich führe ihn ins Schlafzimmer, ziehe mich aus und ziehe ihn aus. Erstaunt sieht er mich an. „Du wolltest dich doch nie vor mir ausziehen“ sagt er. „Ja, stimmt, aber manche Dinge ändern sich halt einmal“ entgegne ich. Ich ziehe ihn auf mein Bett und beginne ihn zu streicheln. Erst den Hals, ganz langsam weiter zum Bauch und immer weiter. Ich sehe seine Erregung und bin schon total heiß auf ihn. Immer höher treibe ich ihn, bis ich merke, es dauert nicht mehr lange. Da höre ich auf und lege mich neben ihn. Ich ziehe ihn auf mich und führe ihn in mich hinein. „Das tut so gut“ sag ich und schau ihn an. Ihm geht es genauso, das merke ich. Immer höher, immer weiter treibt er mich an, bis ich kurz vor dem Gipfel sein leises Stöhnen höre. „Weiter“ flüstere ich und erliege schon der Lust.
Stunden später wache ich in seinen Armen auf. Ich bleibe ganz ruhig liegen um ihn nicht auf zu wecken. „Ich liebe Dich Niki“ höre ich leise neben mir. Hab ich da richtig gehört? Träumt er? Vorsichtig drehe ich mich zu ihm um. Da sehe ich, dass auch er wach ist und mich ansieht. „Ich liebe Dich Niki“ wiederholt er. Mir zog es den Boden unter den Füßen weg. „Was, wieso“ stammle ich. „Warum ich dich liebe? Keine Ahnung, weil du DU bist und weil ich immer bei dir sein will. „Ich liebe Dich auch Thomi“ entgegne ich glücklich und küsse ihn.

© by Tina Trieb 2007-01-17


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blutu Offline

Ehrenmitglied


Beiträge: 19.351

23.01.2007 19:45
#9 RE: Eine zweite Chance für Niki? Zitat · antworten

nur eine kleine Episode

wir lagen lesend im bett
er blätterte in meiner frauenzeitschrift und blieb bei einem artikel über falten und deren fortschreitender entwicklung hängen. nu ja warum nicht?
plötzlich zieht er einen Fuß unter der bettdecke hervor, dreht und wendet ihn hin und her um ihn genau anschauen zu können, und dann sagt er : Hmm,
ich hab aber garkeine Krähenfüße!
erst hab ich gedacht ich hätt mich verhört, aber nein er meinte es ernst.
nu , ihr könnt euch denken das ich mir ein kleines lachen schwer verkneifen konnte.

aida ( Gast )
Beiträge:

01.04.2007 10:42
#10 meine alternative Zitat · antworten

hier eine alternative zum altersheim:

[b]ich habe soeben beschlossen "ich will nie ins altersheim!"
wenn ich einmal in später zukunft alt und klapprig bin, werde ich bestimmt nicht
ins altersheim gehen, sonder auf ein kreuzfahrtschiff. die gründe dafür hat
mir unsere gesundheitsministerin ulla schmidt geliefert:
"die durchschnittlichen kosten für ein altersheim betragen 200 euro pro tag."

ich habe eine reservierung für das kreuzfahrtschiff "aida" geprüft und muss
für eine langzeitreise als rentner oder rentnerin 135 euro pro tag zahlen
(kein witz !!!).

nach adam riese bleiben mir dann noch 65 euro pro tag übrig.

1. ich habe mindestens 10 freie mahlzeiten, wenn ich in eines der
bordrestaurants wackele oder mir das essen vom room service auf das
zimmer, also in die kabine, bringen lasse.
das heisst in anderen worten, ich kann jeden tag der woche mein
frühstück im bett einnehmen.

2. die "aida" hat drei swimmingpools, einen fitnessraum, freie
benutzung von waschmaschine und trockner und sogar jeden abend shows.

3. es gibt auf dem schiff kostenlos zahnpasta, rasierer, seife und
shampoo.

4. das personal behandelt mich wie einen kunden, nicht wie einen
patienten. für 15 euro trinkgeld extra pro tag lesen mir die stewards
jeden wunsch von den augen ab.

5.alle 8 bis 14 tage lerne ich neue leute kennen.

6. fernseher defekt? glühbirne kaputt? die bettmatratze ist zu hart
oder zu weich?
kein problem, das personal wechselt es kostenlos und bedankt sich für
mein verständnis.

7. frische bettwäsche und handtücher jeden tag sind selbstverständlich
und ich muss nicht einmal danach fragen.

8. wenn ich im altersheim falle und mir eine rippe breche, dann komme
ich ins krankenhaus und muss gemäss der neuen krankenhausreform täglich
dick draufzahlen.
auf der "aida" bekomme ich für den rest der eise eine suite und werde vom
bordarzt kostenlos behandelt.

9. ich habe noch von keinem fall gehört, bei dem zahlende passagiere
eines kreuzfahrtschiffes vom personal bedrängt oder gar misshandelt
worden wären. auf pflegeheime trifft das nicht im gleichen umfang zu.

nun das beste.

mit der "aida" kann ich nach südamerika, afrika, australien, japan, asien.....
wohin auch immer ich will.
darum sucht mich in zukunft nicht im altersheim, sondern "just call shore to
ship".
auf der "aida" spare ich jeden tag 50 euro und muss nicht einmal mehr für
meine beerdigung ansparen. mein letzter wunsch ist dann nur: werft mich ein-
fach über die reling. das ist nämlich kostenlos.

p.s. falls der ein oder andere schlaue rechner bzw. die eine oder andere schlaue
rechnerin mit von der partie sind, besetzen wir einfach den ganzen kutter.

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