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Das Stübchen

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Dieses Thema hat 109 Antworten
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Schmitti Offline

Ehrenmitglied


Beiträge: 23.641
Punkte: 3.229

01.09.2009 20:02
#101 RE: Das Ende einer Gärtnerei Zitat · antworten

Familienstreit,,,,,,,,,

das ist eine Kriegserklärung.......

gandalf Offline

Ehrenmitglied


Beiträge: 44.011

01.09.2009 20:03
#102 RE: Das Ende einer Gärtnerei Zitat · antworten

Oh schmitti gerade heute ist das ein schlechter Termin für......Krieg hatten wir genug...



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Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben zu geben.

schoni Offline




Beiträge: 12.214
Punkte: 70

01.09.2009 20:03
#103 RE: Das Ende einer Gärtnerei Zitat · antworten

ohhhhhh schmittti ist doch nichts passiert,, brauchte doch meine schuhe.....

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Das Geheimnis des Glücks liegt nicht im Besitz, sondern im Geben. Wer andere glücklich macht, wird glücklich

Tonga Offline




Beiträge: 94

30.09.2009 00:01
#104 Katharina findet den Herbst Zitat · antworten

Kleines Geschichtchen von mir selbst geschrieben.

Katharina trifftt den Herbst

Katharina sitzt am Frühstückstisch. Es ist Sonntag. Ein Sonntag Anfang Oktober.

Die Familie ist vollzählig versammelt. Die drei Schwestern sind gutgelaunt wie immer.

Nur Katharina nicht. Der Tag sieht grau aus. Katharina mag das nicht. Ums Haus streichen Nebelschwaden.

Der Vater versucht witzig zu sein. Die Mutter wie immer stets bemüht, dem Vater ja alles recht zu machen.

Sonntags gibt es für jedes Kind ein gekochtes Ei. Der Vater kocht sie. Nicht die Mutter.
Nur er kriegt sie so hin, dass das Eiweiß fest ist und das Eidotter flüssig bleibt.

Die Mädchen versuchen mit diesem einen Ei möglichst viele Schnitten zu belegen.
Es ist ein sonntäglich wiederkehrender Wettbewerb zwischen ihnen.

In dieser Familie werden Eier nicht einfach so alleine gegessen, sondern immer auf Brot geschnitten. Es ist eine Kunst, die Schnitten dann so zu essen, dass kein Eigelb heruntertropft.

Der Vater ißt immer zwei Eier und manchmal auch drei. Katharina und ihre Schwestern schauen immer
neidvoll zu. Aber der Vater gibt nichts ab.

Nach dem Frühstück wird die ältere Schwester wie immer zum Abwasch kommandiert.
Katharina und ihre Schwester müssen sich Mäntel anziehen und nach draußen gehen zum Spielen.
Natürlich mit der Ermahnung, dass sie zwei Stunden wegzubleiben haben.

Die kleinste der Schwestern ist 7 Jahre jünger als Katharina und gerade erst drei Jahre alt. Sie bleibt zu
Hause bei der Mutter.

An der Haustür trennen sich die Schwestern. Katharina sieht ihrer zwei Jahre jüngeren Schwester nach,
die jetzt zu einer Freundin geht. Katharina hat keine Freundin und auch keine Freundschaften.

'Was fange ich nur mit all der Zeit an?', denkt sie bei sich.

Der Nebel hat sich verzogen und etwas Sonne erhellt nun die Welt und Katharinas kindliches Gemüt.

Sie schlendert in Richtung Rosenthal. Auf dem Weg dorthin beobachtet sie ihren Atem in der kalten Luft. Komisch, dass man den Atem in kalter Luft sehen kann!

Im Rosental gibt es verschlungene Wege und viele Bäume. Unten am Schwanenteich steht ein ganz dicker alter Baum. Um den Baum herum gibt es eine Bank. Es ist schön hier und Katharina mag den Baum sehr. Oft legt sie ihre kleine Wange an den rissigen Stamm. Wenn die Sonne auf den Baum scheint und die Rinde trifft, so strahlt der Baum Wärme aus. Man kann sich geborgen fühlen. Katharina denkt, dass der Baum ein Freund ist und spricht oft mit ihm. Er raschelt mit seinen Blättern. Das findest das Kind schön, klingt es doch wie eine Antwort.

Nun hat er nur noch wenige Blätter, die gelb und rot auf ihm leuchten. An diesem Tage ist es windstill und kein rascheln ist zu hören.

Auf dem Waldweg zum Baum liegt überall dick Laub, das schon von den Bäumen fiel. Katharina geht wie auf Wolken. 'Ob die Engel auch so weich auf ihren Wolken herumhopsen?', denkt sie. Ganz weich ist der Weg. Aber es gibt knackende Geräusche von den gelben trockenen Blättern, die nicht so angenehm sind wie das Rascheln der Blätter des alten Baumes unten am Teich.

Katharina geht hinunter zum Schwanenteich. Keine Seerose blüht mehr. Im Sommer ist der Teich fast
ganz von den wunderbaren weißen Blüten bedeckt. Karina findet, dass der kleine Teich dann wie verzaubert aussieht und erwartet fast, dass Däumelinchen auf einem Seerosenblatt sitzen könnte.

Am Rande des Teiches hat eine Spinne ein riesiges Netz zwischen zwei Rohrkolben gespannt.
Wassertropfen hängen an dem Netz und die Sonnenstrahlen treffen diese Tropfen. Das Mädchen kann sich nicht sattsehen an dem Farbenspiel, dass sich da auftut. Schon schießt ihr die Frage durch den Kopf, wieso man denn Farben in dem Wasser sehen kann. So ein Sonnenstrahl ist doch gelb und das Wasser hat sonst gar keine Farbe! Sie steht und staunt und vergisst fast die Zeit. "Es ist nun bunter Herbst", flüstert sie ganz leise.

Sie schreckt auf. Aus der Ferne hört sie Kinder lärmen. Nein, sie will keinen fremden Kindern begegnen. Zu oft wollte sie zu anderen Kindern freundlich sein und hat nur Spott und Boshaftigkeit geerntet.

Die anderen Kinder wollen all die Schönheit der Welt nicht sehen. Katharina wurde oft ausgelacht, wenn sie offen auf andere Kinder zuging und ihnen zeigen wollte wie schön doch der Käfer auf ihrer Hand sei oder jene Blüte dort und anderes. Man schlug ihr den Käfer aus der Hand und zertrat ihn dann einfach wie auch die schönen Blüten. Sie verlässt schnell den ruhigen Ort und eilt auf anderen Wegen nach Hause, aufpassend, keinen Kindern zu begegegnen.

Die Mutter hat gekocht. Katharinas Magen krampft sich zusammen. Es riecht nach Nudeln und Kirschen. Das soll das Sonntagsessen sein?
Der Vater mag das besonders. Nudeln und Kirschen mit ihrem Saft über die Nudeln. Es schmeckt ekelhaft.

Vater mag das wohl, weil es wenig kostet, denkt sie bei sich. Sie isst ist ein paar Bandnudeln. Vorher streift sie den roten Saft ab so gut es eben geht. Dann geht das Theater los. Die Schwestern petzen, dass Katharina nicht aufisst.

Alle sind fertig und stehen auf. Katharina muss sitzen bleiben bis sie aufgegessen hat. Die Mutter hat nie Mitleid mit ihr.

Der Vater hat an diesem Sonntag gute Laune. Nach einer Stunde darf das Mädchen vom Tisch aufstehen und braucht nicht aufessen. Sie traut sich zu fragen, ob sie ins Kino dürfe. Ja, sie darf. Der Vater gibt Geld, aber sie muss ihre jüngere Schwester mitnehmen. Die Vorstellung beginnt um drei. Ein Film mit Charly Chaplin. Sie lacht und lacht. Es ist so witzig. Sonst lacht Katharina nie. Der Film ist viel zu schnell zu Ende.

Beide Mädchen gehen durch den Notausgang nach draußen. Das ist nicht angenehm. Sie müssen an den Toiletten vorbei. Die Toiletten riechen streng nach Urin. Man kommt dann auf einen Hof, der ein offeners Tor zur Straße hat. Hier riecht es genauso streng nach Urin. Die beiden Mädchen halten die Luft an und laufen schnell aus dem Hof heraus.

Es wird langsam dunkel. Sie schlendern die Straße entlang und sehen in Schaufenster. Ja, dies und das würden sie gerne haben. Sie wissen, dass ihre Träume nur Träume sind.Die Eltern haben nur wenig Geld. Dann wird es Zeit für den Nachhauseweg.

Zu Hause gibt es dann ein karges Abendbrot. Schnitten mit gekratzer Margarine und ganz dünn billige Leberwurst. Es gibt warmen Ersatzkaffee mit Milch und Zucker aus einem riesigen Blechkrug der einen Klappdeckel hat.

Katharina ekelt sich sehr an diesem Kaffee. Sie tut nur so als tränke sie. Später trinkt sie in der Küche kaltes Wasser direkt aus dem Wasserhahn. Den Wasserhahn findet Katharina witzig. Er quietscht beim Aufdrehen und auch beim Zudrehen. So, als freute er sich, dass ihn jemand benutzte.

Schon ist Schlafenszeit. In dieser Familie müssen die Kinder immer früh ins Bett.

Katharina liegt im Bett und denkt sich, dass sie doch später, wenn sie groß ist, alles anders machen wird.

Am nächsten Morgen kann Katharina nicht aufstehen. Sie hat hohes Fieber und schlimme Halsschmerzen. Sie bleibt im Bett. Die Eltern gehen arbeiten, die beiden Schwestern gehen in die Schule und geben auf dem Weg dahin die kleine Schwester im Kindergarten ab.

Sie war schon so oft krank. Zum Arzt gehen die Eltern mit den Kindern nie. Nun hat sie Zeit zum Träumen. Von Däumelinchen auf dem Seerosenblatt und vom bunten Herbst.

Tonga




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LEBEN UND LEBEN LASSEN

gandalf Offline

Ehrenmitglied


Beiträge: 44.011

30.09.2009 11:48
#105 RE: Katharina findet den Herbst Zitat · antworten

Katharina trifftt den Herbst


eine schöne kleine Geschichte über ein Kind, dass die Welt mit eigenen Augen sieht. Ich mag das wie du dich auf Katharina konzentrierst.

Danke für einen wirklich beschaulichen Moment....



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Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben zu geben.

Jessi Offline

Ehrenmitglied


Beiträge: 20.082
Punkte: 159

30.09.2009 12:12
#106 RE: Katharina findet den Herbst Zitat · antworten

Tonga,das ist sehr schön geschrieben

Annita Offline

Ehrenmitglied


Beiträge: 18.916
Punkte: 652

24.11.2009 19:19
#107 RE: Winterfreuden Zitat · antworten

Ludwig Eichrodt (1827-1892) ich hoffe es gefällt euch

Winterfreuden

Nicht nur der Sommer, sondern auch
Der Winter hat sein Schönes,
Wiewohl man friert bei seinem Hauch,
So ist doch dies und jenes
Im Winter wirklich angenehm,
Besonders dass man sich bequem
Kann vor dem Frost bewahren,
Und auch im Schlitten fahren.

Das weite Feld ist kreidenweiß,
Wem machte das nicht Freuden?
Die Knaben purzeln auf dem Eis,
Wenn sie zu hurtig gleiten,
Und ist nicht die Bemerkung schön,
Bei Leuten, die zu Fuße geh'n,
Dass sie schier alle springen
Und mit den Händen ringen?

Und wenn man sich versehen hat,
Mit Holz, um einzuheizen,
So muss die Wärme früh und spat
Uns zum Vergnügen reizen,
Man richtet mit zufried'nem Sinn
Den Rücken an den Ofen hin,
Und wärmet sich nach Kräften
Für Haus- und Hofgeschäften.

Ein altes Buch zur Abendzeit
Muss ich zumeist doch lieben,
Wenn man da liest die Albernheit
Der Vorzeit schön beschrieben,
Man sitzt und liest und freuet sich
Und danket Gott herzinniglich
Genügsam und bescheiden
Für uns're jetzgen Zeiten.

_____________________
Engel
können fliegen weil sie sich selbst nicht so schwer nehmen.

Annita Offline

Ehrenmitglied


Beiträge: 18.916
Punkte: 652

24.11.2009 19:25
#108 RE: Gedichte Zitat · antworten

Advent
Mascha Kaléko (1907-1975)


Der Frost haucht zarte Häkelspitzen
Perlmuttergrau ans Scheibenglas.
Da blühn bis an die Fensterritzen
Eisblumen, Sterne, Farn und Gras.

Kristalle schaukeln von den Bäumen,
Die letzen Vögel sind entflohn.
Leis fällt der Schnee ... In unsern Träumen
Weihnachtet es seit gestern schon.

_____________________
Engel
können fliegen weil sie sich selbst nicht so schwer nehmen.

Annita Offline

Ehrenmitglied


Beiträge: 18.916
Punkte: 652

25.11.2009 14:32
#109 RE: Gedichte Zitat · antworten



In meinem kleinen Apfel da sieht es niedlich aus
es sind darin vier Stübchen grad wie in einem Haus.

In jedem Stübchen wohnen, zwei Kernlein braun und klein,
sie liegen drinn und träumen,
von schönen Sonnenschein.

_____________________
Engel
können fliegen weil sie sich selbst nicht so schwer nehmen.

Annita Offline

Ehrenmitglied


Beiträge: 18.916
Punkte: 652

01.12.2009 12:10
#110 RE: Gedichte Zitat · antworten

Ihr lieben habe mal eine Frage Kennt ihr die Ursprünglichen Texte der Weihnachtsgedichte. Da in der DDR vieles umgeändert wurde habe ich manchee Weihnachtsgedicht anders in Erinnerung. 89 habe ich mal ein Büchlein gefunden wo die Orginaltexte drin waren. Nur meine zwei Klugscheißer dachten das wird nicht mehr gebraucht und so ist es zerschnitten und für die Schule benutzt worden. Kann mir jemand helfen.

_____________________
Engel
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