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Das Stübchen

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Dieses Thema hat 13 Antworten
und wurde 953 mal aufgerufen
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  Haus
Seiten 1 | 2
Clementine Offline



Beiträge: 58
Punkte: 265

19.02.2018 10:36
#1 Im Alter zu Haus bleiben? Oder ins Heim? Zukunftsfragen Zitat · antworten

HalliHallölle!!

Ich wollte mich auch gern mal wieder unters Volk hier mischen, sorry wenn ihr in letzter Zeit etwas zu kurz gekommen seid meine Lieben, ich hab euch nicht vergessen!!
Nun macht man sich ja schon immer mal Gedanken ums Thema Alter, wenn auch noch nicht so akut.
neulich gab es in der Bild ja diese reihe über vereinsamte Rentner, die in Heimen sitzen und eigentlich nur darauf warten sterben zu dürfen, das hat mich wirklich unendlich traurig gemacht un irgendwo auch fassungslos dass man als Rentner so von der Gesellschaft ausgeschlossen wird wenn man nicht mehr so kann wie früher...
Wir leben in einem großen Haus, die Älteste zieht diesen Sommer aus, die anderen zwei sind schon lange draußen, ab in die große Stadt.
klar möchte ich meinen Lebensabend gern in meinen eigenen vier Wänden verbringen, da bräuchte es aber wiederum auch jemanden der sich um einen kümmert, einen versorgt - was ist wenn mein Mann mal nicht mehr ist oder die Kinder zu weit weg wohnen??
Oder umgekehrt - ich kann meinen Mann allein nicht pflegen.
Das gibt mir dann doch etwas zu denken und lässt mich grübeln ob ein Heim nicht doch die "einfachere" Alternative ist, auch weil unser Haus ja so gar nicht barrierefrei ist, alles müsste umgebaut werden bzw haben wir ein dreietagiges Haus, das wird schwierig.
Aber die Angst dann man im Heim seine sozialen Kontakte verliert, vereinsamt bleibt trotzdem.
Wie würdet ihr euch entscheiden? Würdet ihr von euren Kindern ganz konkret erwarten dass sie euch pflegen?

Grüßchen,
Clementine

patata Offline

Moderator
Ehrenmitglied


Beiträge: 93.900
Punkte: 209.819

19.02.2018 11:02
#2 RE: Im Alter zu Haus bleiben? Oder ins Heim? Zukunftsfragen Zitat · antworten

Hallo liebe Clementine,
schön Dich hier mal wieder zu lesen!
Als erstes möchte ich deine letzte Frage beantworten: N E I N!!!!
NIEMALS würde ich von meinen Kindern oder sonstigen nahen Verwandten erwarten, dass sie mich im Alter pflegen! Zum Glück haben wir auch innerhalb unserer Familie ganz klare Absprachen diesbezüglich.
Nun zum Thema allgemein. Für mich sind Heim oder Zuhause eigentlich keine Entweder-Oder-Entscheidungen, weil es ganz einfach Situationen gibt, in denen Zuhause gar nicht mehr in Frage kommt. Solange es aber geht und durch Hilfe gewährleistet und finanziert werden kann, sollte das eigene Heim erhalten bleiben.
Ich arbeite ja selbst in einem Alten- und Pflegeheim und bin immer traurig über die fast durchweg nur negative Berichterstattung über das Leben dort.
Ich rede jetzt nicht vom Pflegenotstand, sondern über dein Thema: Das würdige Leben.
Bei und ist kein Bewohner isoliert. Alle werden so weit wie nur irgendmöglich in den Tagesablauf einbezogen und wer keine Angehörigen mehr hat, ist auch selten alleine (wenn er es nicht gerade möchte).
ich finde auch immer die Diskussionen schlimm, ob Angehörige abgeschoben werden. Diese Worte kommen meist (oder sogar immer) von Leuten, die noch nie selbst Zuhause einen Pflegebedürftigen gepflegt haben!
Es ist kein Abschieben, wenn man unter der Last selber kaputt geht! Es ist für alle Seiten viel entspannter, wenn die Pflege in Fachhänden ist und man sich bei Besuchen (die können ja auch täglich stundenlang sein) völlig entspannt gegenüber treten kann.
Demenz ist heute sooo häufig und es gibt nichts schlimmeres, als wenn dein Partner Dich nicht mehr erkennt und sogar aggressiv Dir gegenüber ist. dann sollte man solche Situationen doch auch ausschalten.
Auch ohne Demenz, gibt es Pflegesituationen, die Zuhause nur unter größtem Stess (körperlich und seelisch) aufgefangen und abgedeckt werden können.

Ich bin mit meiner Mutter auch gerade in einer Phase, wo sich immer wieder die Frage stellt, ob nicht bald die Zeit fürs Altenheim gekommen ist.
Aber noch kann sie sich im eigenen Heim komplett bewegen und alle Verrichtungen des täglichen Lebens selber gewährleisten. Einkaufen tue ich, geputzt wird und sie bekommt Essen auf Rädern.. Außerdem hat sie einen Hausnotruf und ist im Kopf völlig klar.
Wir haben zum Glück die Regel in der Familie, dass jeder immer offen sagt, was er denkt und Erwartungen und Wünsche besprochen werden.

Ach, ich könnte immer weiter schreiben. Muss aber los.
Lasst uns hier alle gerne weiter zu diesem Thema diskutieren

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Es grüßt der Wattwurm
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Änne Offline




Beiträge: 8.924
Punkte: 7.990

19.02.2018 16:28
#3 RE: Im Alter zu Haus bleiben? Oder ins Heim? Zukunftsfragen Zitat · antworten

Eigentlich hat Patata ja schon alles Wichtige geschrieben.

Wir selbst leben auch in einem eigenen Haus - vom Keller bis zum Speicher sind es 39 Stufen (verdammte 39 Stufen). Nach meinen OP's in den letzten Jahren frage ich mich auch immer häufiger, ob nicht eine altersgerechte Wohnung besser wäre. Im Moment sage ich dazu immer noch Nein. Die Entscheidung werden wir zu einem späteren Zeitpunkt treffen. Alles zu seiner Zeit. Ich werde nicht mehr so im Garten rumwuseln können wie früher und auch nicht die Wohnung auf den Kopf stellen können. Wenn mein Mann auch nicht mehr kann, kommen erst einmal Hilfen für Haus und Garten.

Verwandte habe ich in der Nähe nicht und meine Tochter ist berufstätig. Was soll sie für uns tun. Außerdem möchte ich das gar nicht. Alle leben ihr eigenen Leben und ich möchte, dass sie das auch genießen. Denn ich konnte das auch. Für meine Mutter hatte ich einen Pflegedienst, sie hätte sich von mir eh nicht waschen lassen und sie war GsD nicht so pflegebedürftig, dass sie nichts konnte. Wir sind regelmäßig in einen Café gegangen. Diese Schritte konnte sie zum Teile mit dem Rollator laufen oder ich habe sie in mein Auto gepackt und wir haben es uns nett gemacht. Das hat meiner Mutter viel Freude gemacht. Putzen durfte ich bei ihr nicht, dafür hatte sie eine Hilfe. Ihr war es lieber, dass wir gemeinsam schöne Stunden verbringen konnten. Ein wenig habe ich ihr natürlich geholfen, aber nur so viel wie sie mir erlaubt hat.

Bis zu ihrem Tod war sie eigenständig, das war ihr wichtig. Mit Hilfe geht es oftmals und wenn es nicht mehr geht, dann trifft man die Entscheidungen. Heim, betreutes Wohnen oder was auch immer.

Liebe Grüße
Renate

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Lass die Vögel der Sorge ruhig über Deinem Haupte schweben, aber verhindere, daß Sie auf Deinem Haupte Nester bauen

Muis Offline




Beiträge: 1.184
Punkte: 3.643

19.02.2018 16:46
#4 RE: Im Alter zu Haus bleiben? Oder ins Heim? Zukunftsfragen Zitat · antworten

Auch mir hat Patata wie aus dem herzen geschrieben. Ich werde im Sommer 68 - da setzt man sich schon mal mit dem Thema auseinander.
Niemals würde ich meinen Kindern meine Pflege zumuten! Kann ich einmal nicht mehr unsere häusliche Wendeltreppe bezwingen, da käme auch eventuell so eine altersgerechte Wohnung für mich in Frage.
Oder betreutes Wohnen. Was auch immer der Gegebenheit am besten entspricht.
Ob ich mal in ein Heim muss - das wird die Situation entscheiden. Ich hoffe nicht. Aber sollte ich einmal absolut pflegebedürftig werden - dann muss es wohl sein.
Das Leben meiner Kinder darf dadurch nicht beeinträchtigt werden.

tauperle Offline




Beiträge: 7.096
Punkte: 4.984

20.02.2018 01:37
#5 RE: Im Alter zu Haus bleiben? Oder ins Heim? Zukunftsfragen Zitat · antworten

Zitat von Clementine im Beitrag #1
neulich gab es in der Bild ja diese reihe über vereinsamte Rentner, die in Heimen sitzen und eigentlich nur darauf warten sterben zu dürfen,

als Erstes möchte mal dazu was sagen. Das Thema hatten wir vor kurzem im Bekanntenkreis.
Wie kommt man dazu, zu sagen dass in Heimen die Menschen so isoliert sind ?
Das ist doch eher so zu Hause im kleinen eigenen Kämmerlein.
Die alten Leute sitzen allein zu Hause, sprechen mit niemanden mehr, telefonieren nicht mehr und alles andere erledigt auch inzwischen irgendwer oder der Bringedienst.
Zitat von Clementine im Beitrag #1

Aber die Angst dann man im Heim seine sozialen Kontakte verliert, vereinsamt bleibt trotzdem.
Wie würdet ihr euch entscheiden? Würdet ihr von euren Kindern ganz konkret erwarten dass sie euch pflegen?

Ich denke eher, Du verlierst zu Hause die sozialen Kontakte.
Ist doch mitunter schon in unserem Haus zu sehen, wenn man sich keine Mühe gibt.
Och einkaufen,
och spazieren gehen,
och dies und jenes nicht.
Solange der Partner noch da ist, mags ja noch gehen aber dann hat man auch keine sozialen Kontakte aufgebaut.

Meine Schwiegermutter war 8,5 Jahre im Heim,
meine Mutter war 7 Jahre im Heim.
Besser hätte es ihnen gar nicht gehen können, denn gerade da sind die sozialen Kontakte.
Wenn man noch gehen kann, kann man ja auch spazieren gehen und überall hinfahren, wo man möchte.
Nur eben nicht, wenn man Demenz hat oder so wie meine Schwiegermutter an Alzheimer erkrankt war.
Wir hatten in beiden Fällen den Versuch zu Hause gestartet...........nie wieder, geht nicht.
Bei meiner Mutter mit der Demenz wars bald noch schlimmer, weil sie genau wusste, was sie uns antat und was sie so uns abverlangte.
Uns = meinen Geschwistern und mir.
Gerade weil ich da so viel mitgemacht haben, sodass man noch heute krank ist, würde ich niemals von unserem Sohn ähnliches verlangen.
Wir lieben uns noch.

Sicher will ich mich damit auch nicht beschäftigen aber eigentlich müsste man es.
Denn man muss ja auf ein Zimmer warten. Das Heim wartet nicht auf uns.

Viel Glück bei Deiner Entscheidung.

****************************************
es grüßt eine
voll vom ersten Sonnenstrahl,glitzernd und schön

StubenReiner Offline




Beiträge: 32
Punkte: 173

26.02.2018 14:35
#6 RE: Im Alter zu Haus bleiben? Oder ins Heim? Zukunftsfragen Zitat · antworten

Na schön dich auch mal wieder hier zu sehen *freu*
Und dann bringst du uns auch gleich noch so düstere Gedanken mit, das verträgt sich gar nicht mit dem eh schon so grauen Wetter draußen..ich hatte ja gehofft es wird ein bisschen freundlicher draußen, Sonne war ja eigentlich angesagt, aber bisher sieht es eher wie englisches Wetter aus.

Den Beitrag aus der Bild den du meinst habe ich online gesehen, allerdings muss man da zugeben dass ordentlich übertrieben wurde, wie patata & tauperle schon gesagt haben entspricht das dort gemachte Bild nicht unbedingt der Realität, außerdem ist es eine Frechheit den hart arbeitenden Pflegekräften gegenüber solche reißerischen Artikel zu veröffentlichen, die sie dann auch noch schlecht dastehen lassen..
Ich denke auch dass man - wenn man nicht gerade noch einen Partner hat - zu Hause isolierter ist, es fällt einem schwerer vor die Tür zu gehen, viele Hindernisse die sich einem in den Weg stellen und dann bleibt man am Ende lieber drin als sich mit Freunden zu treffen oder im Park spazieren zu gehen.
Gerade wenn das eigene Haus nicht barrierefrei gebaut ist und geben wir mal zu: wer denkt schon daran wenn er sich sein Eigenheim baut?
Hab mal in einem Artikel(*) gelesen auf was man so achten müsste und das ist eine ganz schön lange Liste, unser Haus könnte vllt zwei Punkte erfüllen, wenns hoch kommt.
Ich zeig euch die Liste mal:

- leicht schließende Haustüren
- ebenerdiger Hauszugang
- Vordach über der Haustür
- beidseitiger Handlauf für die Treppen
- Podest-Treppe
- durch mindestens ein Fenster sitzend direkt ins Freie blicken können
- gute Beleuchtung im Außen- als auch im Innenbereich
- Einbau einer ebenerdigen Dusche
- höher gebautes WC
- Parkett oder rutschhemmende Fliesen
- stufenloser Zugang zum Haus und ein barrierefreier Garten

Und und und...
So, wie viele von euch leben in einer Wohnung oder in einem Haus bei dem alle Punkte erfüllt oder leicht zu realisieren sind?
Eben, das kann kaum jemand von sich sagen..


Daher fände ich ab einem gewissen Punkt die Unterbringung in einem Heim sinnvoller.
Meine Kinder würde ich ebenfalls NIE dazu zwingen mich pflegen zu müssen, zumal es heutzutage kaum noch gegeben ist dass die eigenen Kinder so nahe beim Elternhaus wohnen.
Das war früher vllt so, heute wohnen sie doch meist in größeren Städten weiter entfernt, sodass es nicht realisierbar ist täglich vorbeizuschauen.
Und eine Haushaltshilfe oder Pflegekraft allein kann die sozialen Kontakte auch nicht ersetzen.

Schwieriges Thema, ich muss selbst zugeben dass ich mich bisher noch nicht ausreichend damit beschäftigt habe, ich hätte jetzt auch keine Pflegeversicherung oder ähnliches zur Hand.
Wie tauperle schon gesagt hat müsste man sich eigentlich genauer damit beschäftigen, man verdrängt solche Themen dann allerdings eher...
Sieht man sich jedoch die Statistiken an wäre es ratsam sich damit auseinander zu setzen:


(Quelle: https://www.pfefferminzia.de/so-viele-si...nt--1435313923/)


Grüße,
Reiner





(*)https://www.hausbauberater.de/barrierefrei-bauen

tauperle Offline




Beiträge: 7.096
Punkte: 4.984

26.02.2018 17:17
#7 RE: Im Alter zu Haus bleiben? Oder ins Heim? Zukunftsfragen Zitat · antworten

Danke Reiner

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es grüßt eine
voll vom ersten Sonnenstrahl,glitzernd und schön

Änne Offline




Beiträge: 8.924
Punkte: 7.990

08.03.2018 17:29
#8 RE: Im Alter zu Haus bleiben? Oder ins Heim? Zukunftsfragen Zitat · antworten

Ja Reiner, so sieht es aus. Mietwohnungen erfüllen die Kriterien eher selten. Wenn man eine altengerechte Wohnung mieten will ist sie inzwischen so teuer, dass von der Rente nicht mehr bleibt.

Unser Haus ist auch nicht altengerecht. Teppiche sind entfernt. Die Stolperfallen sind weg. Jetzt nehmen wir das Bad in Angriff. Wir haben Wanne und Dusche. Die Wanne geht jetzt raus und die Dusche wird vergrößert und der Einstieg flach gehalten. Ein höheres WC wird auch angeschafft.Allerdings kommt jetzt erst einmal ein Fachmann und schaut, was möglich ist.

Liebe Grüße
Änne

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tweety Offline




Beiträge: 14.974
Punkte: 28.514

08.03.2018 19:03
#9 RE: Im Alter zu Haus bleiben? Oder ins Heim? Zukunftsfragen Zitat · antworten

Guuuut Änne!

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Liebe Grüße von "Tweety"

patata Offline

Moderator
Ehrenmitglied


Beiträge: 93.900
Punkte: 209.819

08.03.2018 19:18
#10 RE: Im Alter zu Haus bleiben? Oder ins Heim? Zukunftsfragen Zitat · antworten

Sehr weise, Änne!
Ich weiß nicht, ob für Euch Pflegegrad schon ein Thema ist, aber dann gibt es schon ab Pflegegrad 1 Geld von der Pflegekassen für Umbaumaßnahmen!
Ich glaube bis zu 4000 €.
Frag unbedingt auch den Fachmann danach! Ein guter Sanitärberater weiß um diese Fördergelder

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Es grüßt der Wattwurm
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